Echtes Diversitäts-Marketing lohnt sich, Social Washing nicht

Echtes Diversitäts-Marketing lohnt sich, Social Washing nicht

Diversity-Marketing spielt eine immer größere Rolle in der Unternehmens- und Werbekommunikation. Eine Kurzstudie zeigt, ernstgemeintes Diversity-Marketing lohnt sich für Marken.

Diversitäts-Marketing spielt eine immer größer werdende Rolle in der Unternehmens- und Werbekommunikation. Es ist, wenn auch nicht neu, eines der Trend-Themen für Marketers und Werbetreibende. Auch wenn seit den letzten Jahren immer mehr Marken auf Diversity-Kampagnen setzen, scheinen sich deutsche Marketer mit dem Thema immer noch schwer zu tun. In unserer YouGov Kurzstudie „Diversität im Marketing“ haben wir uns dem Thema Diversitäts-Marketing aus Verbrauchersicht genähert und Konsumenten mit unserem YouGov Omnibus bevölkerungsrepräsentativ gefragt, welche Rolle die Auseinandersetzung mit Diversität in ihrem Alltag spielt, wie sie dem Thema Diversität in der Unternehmens- und Marketing-Kommunikation gegenüberstehen, und ob sie der Ansicht sind, dass Unternehmen, die auf Diversitäts-Marketing setzen, glaubhaft etwas bewirken wollen. Vorab: Ernstgemeintes Diversitäts-Marketing ist für Marken durchaus lohnend.

Auseinandersetzung mit Diversität eher ein Thema der Jüngeren

Jeder vierte deutsche Verbraucher hat sich schon einmal mit dem Thema Diversität auseinandergesetzt. Ein Blick in die Altersgruppen zeigt, dass es hier besonders die Jüngeren sind, die sich schon einmal zum Thema Gedanken gemacht haben. Gerade die 18- bis 24-Jährigen (32 Prozent) und die 25-bis 34-Jährigen (36 Prozent) haben sich deutlich häufiger mit Diversität beschäftigt als ältere Altersgruppen. Es sind also eher die Jüngeren – und für viele Marken hoch attraktiven – Zielgruppen in der GenZ und GenY, für die das Thema Diversität im Alltag eine Rolle spielt.

Mehrheit offen für Diversitäts-Marketing

Diversitätsmarketing bietet allerdings auch über diese Zielgruppen hinaus große Chancen für Unternehmen und Marken, wie unsere Daten zeigen. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist der Ansicht, dass Unternehmen in ihrer Werbe- und Außenkommunikation darauf achten sollten, ein möglichst diverses Gesellschaftsbild zu verwenden. Hier sind es besonders die Befragten zwischen 25 und 34 sowie über 55 Jahren, die der Aussage zustimmen. Hinzu kommt, dass etwas mehr als zwei von fünf Verbrauchern der Ansicht sind, dass Unternehmen, die in ihrer Werbe- und Außenkommunikation stark auf das Thema Diversität setzen, glaubhaft etwas in der Gesellschaft bewegen wollen. Diversitäts-Marketing bzw. auf Diversität bedachte Kommunikation trifft also auf Zustimmung unter den Verbrauchern und bietet die Chance, Unternehmen und Produkte entsprechend zu positionieren und Marken positiv emotional aufzuladen. Dies wird auch durch Daten unseres Zielgruppen-Segmentierungs-Tools YouGov Profiles gestützt: Drei von fünf Verbrauchern geben an, eher von einer Marke zu kaufen, die eine Ansicht vertritt, mit der sie einverstanden sind, und etwas mehr als die Hälfte gibt an, es wichtig zu finden, dass Marken einen klaren Standpunkt zu gesellschaftlichen Themen haben.

Die vollständige Kurzstudie, mit einem ersten Einblick in die Zielgruppe jener, die Diversitäts-Marketing offen gegenüberstehen, kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

So erschienen in der WirtschaftsWoche.

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