Spuck- und Hygieneschutz im Supermarkt: Ostdeutsche finden ihn häufiger übertrieben als Westdeutsche

Spuck- und Hygieneschutz im Supermarkt: Ostdeutsche finden ihn häufiger übertrieben als Westdeutsche
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Seit der Corona-Krise wurden in den meisten deutschen Supermärkten Spuck- und Hygieneschutze an den Kassen installiert. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, wie die Deutschen dazu stehen

Der Einkauf im Supermarkt hat sich durch die Corona-Krise verändert: Zusätzlich zur Maskenpflicht wurden Bodenmarkierungen vor den Kassen zum Einhalten des Mindestabstands aufgeklebt und an den Kassen Spuck- und Hygieneschutze, u.a. aus Plexiglas, errichtet. Mit letzterem soll die Gefahr für die Kassierer vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus limitiert werden. Zwar kommt die Vorsichtsmaßnahme bei der Mehrheit der Deutschen (74 Prozent) gut an, doch immerhin 22 Prozent der Bevölkerung finden die Spuck- und Hygieneschutz-Vorrichtungen übertrieben. Interessant ist hier ein Blick auf die Regionen: Unter Ostdeutschen ist die Zahl jener, die die Schutzvorrichtigen als übertrieben ansehen, deutlich höher als im Westen: Knapp ein Drittel (32 Prozent) der ostdeutschen Befragten gibt an, ihn übertrieben zu finden. Grund dafür könnten die geringeren Infektionszahlen in den ostdeutschen Bundesländern im Vergleich zu bevölkerungsreicheren Bundesländern wie beispielsweise Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen sein. Unter Westdeutschen gibt ein Fünftel (20 Prozent) an, einen Spuck- und Hygieneschutz in Supermärkten übertrieben zu finden. Das sind Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Ostdeutsche finden Spuckschutze häufiger übertrieben

Große Mehrheit hat Verständnis für verstärkten Schutz der Kassierer

86 Prozent der Befragten solidarisieren sich mit den Kassierern und geben an, volles Verständnis für einen verstärkten Schutz dieser Berufsgruppe zu haben. 10 Prozent haben dafür kein Verständnis. Besonders bei den älteren Deutschen ist großes Verständnis erkennbar: Unter den Befragten ab 55 Jahren sagen dies neun von zehn (90 Prozent). Im Vergleich dazu geben nur 75 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, Verständnis für einen verstärkten Schutz der Kassierer zu haben.

Besonders die Älteren haben Verständnis

Knapp 3 von 5 gehen seit der Corona-Krise nicht mehr so gerne in Supermärkte wie vorher

58 Prozent der Deutschen geben an, seit der Corona-Krise nicht mehr so gerne einen Supermarkt zu besuchen wie vor der Krise. Besonders Frauen machen diese Aussage (63 vs. 52 Prozent der Männer).

Besonders Frauen gehen nicht mehr so gerne in den Supermarkt

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2.025 Deutsche zwischen dem 3. und 6. Juli 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Foto: dpa

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