Drei von fünf Deutschen unwissend über aktuelle Mindesthaltedauer beim Kauf eines E-Autos

Eine YouGov-Umfrage zur Mindesthaltedauer bei Elektroautos

Köln, 15.03.2022. Der Kauf eines Elektro-Autos soll für den Verbraucher in Deutschland finanziell attraktiv sein, um diesen Wirtschaftszweig in Hinblick auf die angestrebte Verkehrswende und das Erreichen der Klimaziele zu fördern. Den Kauf eines E-Autos fördert der deutsche Staat daher derzeit mit bis zu 9.000 Euro. Diese Prämie wird nach der Zulassung ausgezahlt. Hierbei muss der Auto-Käufer eine Mindesthaltedauer von sechs Monaten berücksichtigen. Dies bedeutet, dass die Förderprämie vom Verbraucher zurückgezahlt werden muss, wenn das Fahrzeug vor Ablauf von sechs Monaten wieder verkauft wird. Nur etwas mehr als jeder vierte Deutsche ist sich dieser Tatsache bewusst (27 Prozent), Männer häufiger als Frauen (35 Prozent vs. 19 Prozent). 60 Prozent aller Befragten ist diese Tatsache jedoch vor der Befragung nicht bekannt gewesen.

Dies sind Ergebnisse einer Umfrage der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die 2.087 Personen vom 23. bis 25. Februar 2022 per standardisierten Online-Interviews befragt wurden.

Kauf eines Elektroautos mit derzeitiger Mindesthaltedauer-Regelung für jeden Vierten vorstellbar

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen, also der Mindesthaltedauer von 6 Monaten, um die staatliche Förderung nicht zurück zahlen zu müssen, kann sich jeder vierte Deutsche (26 Prozent) vorstellen, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Elektroauto zu kaufen. 66 Prozent können sich dies nicht vorstellen. Auch gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern: So können sich 30 Prozent der Männer vorstellen, unter Vorgabe der aktuellen Mindesthaltedauer von sechs Monaten, ein E-Auto zu kaufen, unter Frauen sind es 23 Prozent.

Knapp drei von Fünf würden Erhöhung der Mindesthaltedauer auf 12 Monate befürworten

58 Prozent aller Befragten würden die Erhöhung der Mindesthaltedauer von sechs auf 12 Monate für die Prämienauszahlung bei Elektroautos befürworten. Eine noch höhere Zustimmung, dass die Mindesthaltedauer heraufgesetzt wird, findet sich unter Personen über 55 Jahren (62 Prozent). Unter den 18- bis 24-Jährigen liegt die Zustimmung zu einer solchen Erhöhung mit 44 Prozent deutlich unter jener der Gesamtbevölkerung.

Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management über die Ergebnisse dieser Umfrage:

„Die Befragung zeigt, dass eine Mehrheit der Verbraucher und potenzieller Käufer von Elektro-Autos nicht genug Informationen über die Prämien-Konditionen, in dem Fall die Mindesthaltedauer, haben. Hier müssen Autobauer und -Händler noch Aufklärungsarbeit leisten, um den Kunden mit ins Boot zu holen und eine transparente und serviceorientierte Kundenansprache zu gewährleisten. Deutlich wird durch die Befragung auch, dass die dringend notwendige Hochsetzung der Mindesthaltedauer von einer breiten Mehrheit getragen wird.“

 

Pressekontakt:

YouGov Deutschland GmbH
Anne-Kathrin Sonnenberg
PR Manager
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