Mehrheit der Deutschen glaubt an positive Umweltschutz-Auswirkungen durch EU-Einwegplastik-Verbot

Aktuelle YouGov-Umfrage bezüglich der Einstellungen der Deutschen gegenüber dem EU-Verbot von Einwegplastik-Produkten ab Anfang Juli 2021 sowie zu Maßnahmen der Deutschen, Plastik-Müll im alltäglichen Gebrauch zu vermeiden.

Köln, 30.06.2021. Ab dem 3. Juli gilt in der EU ein Verbot von Einwegplastik-Produkten, wie beispielsweise Trinkhalmen, Luftballonstäben oder Einweggeschirr. Zudem dürfen Produkte wie To-go-Becher oder Einweg-Behälter aus Styropor nicht mehr produziert und in den Handel gebracht werden. 71 Prozent der Deutschen glauben, dass diese Maßnahme eine positive Auswirkung auf den Umweltschutz allgemein haben wird. Nur 8 Prozent nehmen an, dass sie negative Auswirkungen haben wird. 13 Prozent gehen wiederum von gar keinen Auswirkungen aus. Dass ihnen das Einsparen von Plastikmüll wichtig ist, sagen 83 Prozent der Befragten.

Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Umfrage der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die 2.040 Personen in Deutschland vom 14. bis 16. Juni 2021 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Mehrheit der Deutschen glaubt nicht an Einschränkungen im Alltag durch EU-Verbot

Auf alltägliche Einweg-Plastikprodukte zu verzichten, würde zumindest der Mehrheit der Deutschen nach eigener Aussage nicht schwer fallen: 72 Prozent der Befragten geben an, dass das Verbot sie in ihrem Alltag eher nicht stark bzw. überhaupt nicht stark einschränken würde. Aber immerhin noch jeden Fünften (21 Prozent) würde es eher oder sehr stark einschränken. Ein Blick in die Altersgruppen zeigt, dass besonders die Jüngeren von einer Einschränkung sprechen (18- bis 24-Jährige: 25 Prozent sowie 25- bis 34-Jährige: 26 Prozent). Unter Befragten ab 55 Jahren geben hingegen nur 16 Prozent an, eher oder sehr starke Einschränkungen durch das EU-Verbot von Einwegplastik-Produkten zu befürchten.

Ergriffene Maßnahmen zur Einsparung von Plastikmüll – Stoffbeutel, Mehrweg und Müllvermeidung beim Grillen oder Picknicken ganz oben auf der Liste

Das Bewusstsein der Deutschen für das Einsparen von Plastikmüll ist offenkundig vorhanden. Bei der Frage, wie häufig bestimmte Maßnahmen zur Einsparung von Plastikmüll ergriffen werden, antworten die Deutschen am häufigsten (77 Prozent), immer oder oft Stoffbeutel anstatt Plastiktaschen verwenden. 67 Prozent sagen, immer oder oft auf Einweggeschirr beim Picknicken oder Grillen im öffentlichen Raum zu verzichten. 65 Prozent sagen, immer oder oft Mehrweg- anstatt Einwegflaschen zu kaufen, und 52 Prozent vermeiden immer oder oft Essen zum Mitnehmen.

Am nachlässigsten hingegen sind die Deutschen beim Verzicht auf Plastik bei der Körperpflege, bei unverpackten Lebensmitteln und bei Coffee-to-go: 45 Prozent aller Befragten geben an, selten oder nie Plastik bei der Körperpflege, beispielsweise die Verwendung fester Seife anstatt Duschgel, einzusparen. 37 Prozent kaufen selten oder nie unverpackte Lebensmittel, u.a. in einem Unverpackt-Laden, und ein Drittel (34 Prozent) sagt, selten oder nie Coffee-to-go im mitgebrachten Becher oder im Pfandbecher zu kaufen.

 

Die Pressegrafiken können unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden: www.yougov.de/pressegrafiken_einwegplastik_verbot

 

 

 

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