DACH-Studie: Video-Bank-Beratungen noch nicht oft genutzt, aber Potenzial vorhanden

Eine YouGov-Analyse in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Video-Bank-Beratung

Köln, 27.05.2021. In Zeiten der Corona-Pandemie und durch das damit verbundene reduzierte Angebot an geöffneten Bank-Filialen kann es eine Herausforderung sein, Informationen und Hilfe von Bankberatern vor Ort zu erhalten. Eine Alternative sind Video-Bank-Beratungen, also persönliche Beratungen, bei denen das Gespräch per Video unter Verwendung eines Computers, Laptops, Tablets oder Smartphones stattfindet. Dies ist im Vergleich der D/A/CH-Länder in Österreich am häufigsten verbreitet: 12 Prozent der österreichischen Befragten haben schon einmal Gebrauch von einer Video-Bank-Beratung gemacht. In der Schweiz sagen dies 11 Prozent und in Deutschland nur 7 Prozent.

Dies sind Ergebnisse der Studie „Video-Beratungen von Banken – Potenzialgruppen verstehen“ der internationalen Data & Analytics Group YouGov, für die mehr als 4.000 Personen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Video-Beratungen bei Banken im Februar 2021 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.

Ein Drittel der deutschen Nicht-Nutzer von Video-Bank-Beratungen kann sich zukünftige Nutzung vorstellen

Unter jenen deutschen Befragten, die noch nie Gebrauch von einer Video-Bank-Beratung gemacht haben, können sich 32 Prozent vorstellen, dies in der Zukunft zu tun. Unter Schweizern, die noch keine Video-Bank-Beratung genutzt haben, sagen dies 36 Prozent, unter Österreichern sogar zwei von fünf (39 Prozent).

Vorteile von Video-Bank-Beratungen: Zuhause bleiben können wird am häufigsten genannt

Jeweils knapp die Hälfte (46 bis 51 Prozent) der Deutschen, Österreicher und Schweizer gibt an, dass das Wegfallen von Aufenthalt und Wartezeit in der Filiale ein Vorteil der Beratungen per Video seien. Die Möglichkeit der flexibleren Terminvereinbarung als Vorteil nennen die Österreicher am häufigsten (40 Prozent). Es folgen Schweizer (37 Prozent) und Deutsche (33 Prozent).

Nachteile von Video-Bank-Beratungen: Österreichern fehlt am häufigsten der persönliche Kontakt zum Berater

Bei der Wahrnehmung der Nachteile fallen die Angaben in den drei befragten Ländern unterschiedlicher aus: Während für Deutsche die Verständigungsschwierigkeiten, beispielsweise durch schlechte Internetverbindungen, oder Probleme beim Austausch von Dokumenten am häufigsten als Nachteile genannt werden (jeweils 44 Prozent), fehlt den Österreichern am häufigsten der persönliche Kontakt zum Berater oder zu anderen Kunden (51 Prozent). Dies nennen auch die Schweizer am häufigsten als Nachteil (47 Prozent).

Deep Dive Deutschland – Potenzialgruppe für Video-Bank-Beratungen ist eher männlich jünger und beim Thema Finanzen risikoaffiner

91 Prozent der Deutschen haben noch keine Video-Bank-Beratung in Anspruch genommen. Unter jenen können sich 32 Prozent vorstellen, dies in der Zukunft zu tun. In unserem Deep Dive vergleichen wir diese Potzenzialgruppe mit jener, die sich nicht vorstellen kann, eine Video-Bank-Beratung in Anspruch zu nehmen (Avoider). Die Befragten der Potenzialgruppe sind häufiger männlich als die Gruppe der Avoider (51 Prozent vs. 47 Prozent) und häufiger jünger: 34 Prozent der Potenzialgruppe sind zwischen 25 und 44 Jahre alt, bei den Avoidern sind dies 25 Prozent.

Die Potenzialgruppe ist App-affiner und für moderne Bezahlarten, wie PayPal aufgeschlossener. Sie sucht ständig nach Möglichkeiten ihr Geld gewinnbringend zu investieren (41 Prozent vs. 28 Prozent der Avoider). 34 Prozent jener Befragten findet den Handel mit Aktien nicht riskant (vs. 23 Prozent der Avoider) und einem Drittel jener macht es nichts aus, mit ihrem Geld zu spekulieren (vs. 24 Prozent der Avoider).

Die Analyse „Video-Beratungen von Banken – Potenzialgruppen verstehen“ kann kostenfrei unter der Angabe von Kontaktdaten hier heruntergeladen werden.

 

 

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