Für die Hälfte der Deutschen ist Nutzung der Corona-Warn-App unwahrscheinlich

Für die Hälfte der Deutschen ist Nutzung der Corona-Warn-App unwahrscheinlich

Die Corona-Warn-App ist nun auch für Deutschland verfügbar. Eine aktuelle YouGov-Umfrage hat nach Nutzungswahrscheinlichkeit und nach möglichen Gründen für eine Nichtnutzung gefragt.

Seit knapp einer Woche ist die neue Corona-Warn-App in Deutschland verfügbar.  Bisher haben schon mehr als 11 Millionen Menschen die App heruntergeladen. Von den Gesamtbefragten gaben 72 Prozent an, die App „Corona-Warn“ nicht zu nutzen beziehungsweise nicht installiert zu haben, 25 Prozent hingegen schon. Zum Zeitpunkt der Befragung ist es für eine knappe Mehrheit der deutschen Befragten (51 Prozent) unwahrscheinlich, dass sie die App (weiterhin) nutzen werden. Nur für 37 Prozent ist es wahrscheinlich. 12 Prozent machen dazu keine Angabe. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Mehrheit hält Nutzung von Corona-Warn für unwahrscheinlich

Für Ältere ist der Download unwahrscheinlicher

Die jüngeren Befragten im Alter von 18 bis 34 Jahren geben seltener an, dass es für sie unwahrscheinlich ist, die App zu nutzen (47 Prozent vs. 53 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Demnach sagen sie häufiger, dass der App-Download für sie wahrscheinlich ist (41 vs. 34 Prozent der 45- bis 54-Jährigen.)

Am häufigsten bestehen Zweifel am Nutzen der App

Gefragt nach den Gründen für die Nichtnutzung geben Personen, die die App zum Zeitpunkt der Befragung nicht auf ihrem Smartphone installiert haben, mit 27 Prozent am häufigsten an, Zweifel daran zu haben, dass die App etwas nützt. Fast genauso häufig (26 Prozent) nennen die Nicht-Nutzer die Sorge, dass ihre Daten nicht sicher sind sowie, dass sie sich mit der App durch den Staat überwacht fühlen würden (25 Prozent). Den letzten Punkt nennen Befragte der Generation Z (18 bis 24 Jahre) häufiger als Befragte ab 55 Jahren (33 vs. 20 Prozent). 21 Prozent der befragten Nicht-Nutzer begründen eine Nichtnutzung damit, dass das Bluetooth ihres Smartphones dauerhaft eingeschaltet sein müsste. Auch diesen Punkt geben häufiger die Befragten zwischen 18 und 24 Jahren an (30 vs. 19 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) jener älteren Befragten ab 55 Jahren geben wiederum an, sie können die App nicht installieren, da das eigene Smartphone zu alt oder gar keins vorhanden sei. Die jüngsten Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren sagen am häufigsten (32 Prozent), nicht zu wollen, dass die App verfolgt, wen sie treffen.

Zweifel am Nutzen der App

 

Für die Umfrage wurden auf Basis des YouGov Omnibus 2.066 Personen zwischen dem 17. und 19. Juni 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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