Sind Social-Media-Nutzer Fashion Victims?

Sind Social-Media-Nutzer Fashion Victims?

Eine Aktuelle YouGov-Umfrage verrät, wie User von Social-Media-Plattformen beim Kleidershopping ticken

Die Hälfte (49 Prozent) der Social-Media-Nutzer in Deutschland kauft ʺFast Fashionʺ-Produkte. Das ist verglichen mit der Gesamtbevölkerung (45 Prozent) ein etwas größerer Anteil. Besonders die Snapchat- (72 Prozent) und Instagram-User (63 Prozent) greifen verstärkt zu Produkten solcher Hersteller. ʺFast Fashionʺ ist also gerade unter den Mitgliedern der sozialen Netzwerke besonders beliebt. Aber wie sieht es eigentlich mit „grüner Mode“ aus? Jeder fünfte Social-Media-Nutzer (21 Prozent) kauft Kleidungstücke von „fairen“ Marken. Am ehesten sind LinkedIn-Nutzer (30 Prozent) Kunde bei „fairen“ Marken. Wiederverkaufs-Apps, wie Kleiderkreisel und Poshmark, hingegen sind bei den Snapchat-Nutzern beliebt (22 Prozent vs. 9 Prozent Gesamtbevölkerung). Das sind die Ergebnisse einer aktuellen YouGov-Umfrage zum Thema „Grüne Mode“.

Marke und Modetrends sind den Social-Media-Nutzern als Kaufkriterien am wichtigsten

Schaut man sich die Kauf-Kriterien genauer an, tritt besonders das Kaufverhalten von Snapchat- und Instagram-Nutzern hervor: Ist Nicht-Nutzern von Social-Media-Kanälen die Marke nur zu 18 Prozent wichtig, messen Instagram- (30 Prozent) und Snapchat-Nutzer (35 Prozent) der Marke eine deutlich höhere Bedeutung bei. Aktuelle Modetrends sind für 26 Prozent der Instagram- sowie für 36 Prozent der Snapchat-Nutzer ein wichtiges Kaufkriterium (vs. 12 Prozent bei den Nicht-Social-Media-Nutzern). Für etwa ein Viertel der Instagram-User (27 Prozent) ist die Langlebigkeit eines Kleidungsstückes ein relevanter Aspekt beim Kauf, bei den Snapchat-Nutzern sind es 23 Prozent. Einen höheren Stellenwert hat die Langlebigkeit von Kleidung für Twitter- (36 Prozent) und LinkedIn-User (30 Prozent). LinkedIn-Nutzern sind außerdem die Qualität (70 Prozent) und das verwendete Material (41 Prozent) bei Kleidungsstücken besonders wichtig.

Social Media-Nutzer und die wichtigsten Kaufkriterien beim Kleidungskauf

„Cruelty Free“-Labeling auch für Social-Media-User ein Thema

Wenn die Aspekte Modetrend und Marke für Social Media-Nutzer eine so große Bedeutung haben, sind dann ökologische Gesichtspunkte für diese Zielgruppe bei der Kaufentscheidung auch relevant? Ja, durchaus: 37 Prozent der Social-Media-Nutzer sind gegen Kleidungsherstellungsverfahren, bei denen Tiere verletzt oder getötet werden („Cruelty-free“). Am häufigsten geben Snapchat-Nutzer (47 Prozent) diese Antwort. Bei den Twitter-Usern sind es 39 Prozent (vs. 37 Prozent Gesamtbevölkerung). Die Nutzer von LinkedIn sind am ehesten für die Verwendung nachhaltiger Materialien (44 Prozent) (vs. 31 Prozent Gesamtbevölkerung).

Weitere Informationen zur Studie finden Sie unter:
https://yougov.de/umfrage/gruene_mode

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2.047 Personen in Deutschland ab 18 Jahren vom 23.-25.10.2019 repräsentativ befragt.

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