Heidi, die Deutschen haben heute leider kein Foto für Dich

Heidi, die Deutschen haben heute leider kein Foto für Dich

Die Mehrheit hält „Germanys Next Topmodel“ als Format für überholt und zweifelt an der Authentizität der Sendung.

Am 8. Februar startet die 13. Staffel der Sendung „Germanys Next Topmodel“ (GNTM) auf ProSieben. Die Sendung, in der Supermodel Heidi Klum Nachwuchstalente sucht, ist bei fast allen Deutschen zumindest dem Namen nach bekannt. Und jeder achte Kenner der Sendung (12 Prozent) plant, die neue Staffel anzuschauen. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage. Besonders die jüngere Generation zwischen 18 und 29 Jahren hat die Sendung im Blick (28 Prozent).

Das Format steht seit seinem Start immer wieder in der Kritik. Junge Mädchen würden hier ein falsches Bild von Schönheit vermittelt bekommen, es ginge nicht in erster Linie darum, neue Modeltalente zu entdecken. Doch wie sehen das die Deutschen?

Falsche Darstellung von Schönheitsideal und Essverhalten

Drei Viertel stimmen zu, dass GNTM ein falsches Schönheitsideal vermittelt. Auch finden zwei Drittel das dargestellte Bild des Essverhaltens der jungen Frauen falsch. Und das, obwohl sich die Macher der Sendung bemüht hatten, zu zeigen, dass die Nachwuchsmodels auch Burger und Pizza essen können. Doch das nehmen nur 15 Prozent der Deutschen als authentisch war. Außerdem halten drei von fünf Befragten (60 Prozent) das Format einfach für überholt.

Falsche Schönheit oder Authentizität?

Die negative Grundhaltung der Deutschen gegenüber dem Format mag auch dadurch entstehen, dass sie den Produzenten der Sendung die Suche nach neuen Modeltalenten nicht abkaufen. Nur zwei von fünf Deutschen denken, dass es den Machern der Show wichtig ist, Nachwuchs zu entdecken. Als Hauptmotiv werden zum einen hohe Einschaltquoten gesehen (71 Prozent). Zum anderen denkt die Mehrheit, dass die Sendung nur ein Vehikel für Modelmama Heidi Klum ist, sich selbst zu inszenieren (61 Prozent).

Hohe Einschaltquoten und Selbstinszenierung

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1058 Personen ab 18 Jahren vom 23.-26.01.2018 repräsentativ befragt.

Foto: dpa

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