Das passiert in deutschen Betten

Das passiert in deutschen Betten
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Teil 2 unserer großen Sex-Umfrage: Was die Deutschen im Bett schon gemacht haben – und wie zufrieden sie sind.

Dass zumindest die Menschen, die einen festen Sexualpartner bzw. eine feste Sexualpartnerin haben, ziemlich genau wissen, was ihm oder ihr gefällt, hat schon der erste Teil unserer Sex-Umfrage, die wir gemeinsam mit Stern.de veröffentlichen, gezeigt. Aber wie zufrieden sind die Menschen im Allgemeinen? Und was machen sie eigentlich, wenn die Schlafzimmertür geschlossen ist?

Auch darauf gibt die Umfrage eine Antwort. Denn jene Befragten, die schon mindestens einmal Sex hatten (85 Prozent aller Befragten), wurden für insgesamt 16 Dinge gefragt, was sie selbst schon einmal erlebt hatten. Demnach hatte die Mehrheit von ihnen (71 Prozent) schon einmal einen Orgasmus. Bei den Männern geben dies 77 Prozent an, von den Frauen immerhin 66 Prozent.

Deutlich größere Unterschiede gibt es in dem Anteil, der schon mindestens einmal alleine einen Pornofilm geschaut hat. Dies geben 61 Prozent der befragten Männer, aber nur 29 Prozent der befragten Frauen an. Gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin haben dies mit 34 und 33 Prozent übrigens ähnlich viele Männer wie Frauen gemacht.

Sexuell explizite Kurznachrichten oder E-Mails verschickt haben insgesamt 22 Prozent, an einem öffentlichen Ort Sex gehabt 31 Prozent und einen One-Night-Stand 37 Prozent – wobei der Anteil derer, die entsprechende Angaben gemacht haben, unter den Männern jeweils größer waren. Das liegt allerdings unter anderem daran, dass Frauen deutlich häufiger (18 statt 10 Prozent) die entsprechende Frage nicht beantwortet haben.

Ansonsten ist der Anteil der Frauen lediglich bei einer Sache deutlich höher: Mehr als jede dritte Befragte (37 Prozent) hat nach eigenen Angaben schonmal einen Orgasmus vorgespielt – und jeder neunte Mann (11 Prozent).

Trotz allem sind Männer und Frauen in Deutschland mit ihrem Sexleben grundsätzlich nicht unglücklich. So sagen jeweils 53 Prozent der männlichen und weiblichen Befragten, sie seien „eher“ oder „sehr zufrieden“. Jede bzw. jeder Fünfte (20 Prozent der Männer und 19 Prozent der Frauen) beschreibt sein Sexleben als „mittelmäßig“, 23 bzw. 19 Prozent sind unzufrieden.

Auch das Alter macht tendenziell einen Unterschied. So ist die Gruppe der 35- bis 44-Jährigen etwas seltener zufrieden (47 Prozent) mit dem eigenen Sexleben als die jüngeren Gruppen (61 Prozent bei den 18- bis 24-Jährigen, 58 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen). Ein kleiner Trost: Mit dem Alter scheint es wieder etwas bergauf zu gehen. So sind von den Über-55-Jährigen immerhin wieder 53 Prozent zufrieden.

Dabei dürfte auch die Quantität des Sexes eine Rolle spielen. Zwar hätten in allen Altersgruppen die Menschen grundsätzlich gerne häufiger Sex als sie in Wahrheit haben – bei allen Befragten, die entsprechende Angaben machten, liegt der Mittelwert in der Realität bei 7,5 Mal Sex im Monat (Median: 5 Mal), obwohl im Durchschnitt die Menschen 12,2 Mal gerne miteinander ins Bett gehen würden (Median: 10).

Interessanterweise geben Männer sowohl für Wunsch wie auch für Realität höhere Werte an als Frauen. Doch auch die weiblichen Befragten hätten im Schnitt gerne deutlich häufiger Sex als sie haben.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1303 Personen im Zeitraum vom 25. bis 29. März 2016 repräsentativ befragt. Die Befragten hatten dabei – wie bei all unseren Umfragen – bei jeder einzelnen Frage die Möglichkeit, keine Angaben zu machen.

Foto: Sterba Martin, Horazny Josef/EMPICS Sport

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