Werbung auf Snapchat: Die Zielgruppe kennen

Werbung auf Snapchat: Die Zielgruppe kennen
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81 Prozent der Snapchat-Nutzer sind unter 35 Jahren. Damit sich Werbung lohnt, müssen Unternehmen ihre Zielgruppe genau kennen und beobachten.  

Die Messaging-App für bewegte Bilder hat weltweit über 220 Millionen monatliche Nutzer. In Deutschland ist sie mit ca. 3 Millionen Nutzern nicht das beliebteste soziale Netzwerk. Wer also überlegt, in Werbung auf Snapchat zu investieren, der sollte seine Zielgruppe genau kennen.

Altersstruktur von Snapchat-Nutzern

Ein Blick in YouGov-Profiles zeigt, dass sich die Altersstruktur der Snapchat-Nutzer von denen der Gesamtbevölkerung klar unterscheidet. Die Snapchat-Nutzer sind zu 57 Prozent 18 bis 24 Jahre alt, ein Viertel von ihnen machen die 25- bis 34-Jährigen aus. Nur noch 11 Prozent sind zwischen 35 und 44 Jahren. Ab 45 Jahren aufwärts nutzen nur noch 7 Prozent Snapchat.

Snapchat-Nutzer werden in einigen Branchen weniger häufig von Werbung erreicht

Daher sollten sich Unternehmen, die auf Snapchat Werbung schalten wollen, besonders auf die Zielgruppe der 18 bis 34-Jährigen Snapchat-Nutzer fokussieren, um diese mit ihren Werbeangeboten zu erreichen und für ihre Marke zu begeistern.

Dass sich Werbung auf Snapchat lohnen könnte, zeigt ein Blick auf die Werbewahrnehmung der 18- bis 34-Jährigen. Beispielsweise im Bereich Pharma: 22 Prozent der Gesamtbevölkerung haben in den letzten zwei Wochen Werbung für die Marke Voltaren wahrgenommen, von den jungen Snapchat-Nutzern waren es nur 13 Prozent. Daher bietet sich Snapchat als geeigneter Kanal an, um junge Zielgruppen zu erreichen.

Gewohnheiten und Hobbies kennen

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, Werbung zu schalten, sollte diese für die Nutzung auf Snapchat optimiert sein. Hier bieten sich Kombinationen aus Bewegtbild und Animation an. Zum anderen muss sich die Werbung, um auch als positiv wahrgenommen zu werden, so nah wie möglich an den Inhalten bewegen, für welche sich die Snapchat-Nutzer interessieren.

Snapchat-Nutzer Hobbies

So unterscheiden sich die Hobbies von denen der Gesamtbevölkerung. Die 18- bis 34-Jährigen Snapchat-Nutzer beschäftigen sich in ihrer Freizeit besonders mit Fitness und Sport (61 Prozent). Im Vergleich ist es in der Gesamtbevölkerung nur jeder Dritte. Die Hälfte der Snapchatter spielt außerdem gerne Computer- und Videospiele (51 Prozent), alle Deutschen nur zu 37 Prozent. Auch das Hobby Fotografie ist bei den Nutzern des Bewegtbild-Messengers (35 Prozent) beliebter als in der Gesamtbevölkerung (23 Prozent).

Snapchat-Nutzer: Kaffe oder Tee?

Unterschiede lassen sich auch in Gewohnheiten erkennen. Zum Beispiel im Konsum von Kaffee und Tee. In der Gesamtbevölkerung trinkt fast die Hälfte (47 Prozent) Kaffee. Von den Snapchat-Nutzern ist es nur jeder Fünfte. Dafür bezeichnet sich jeder dritte Snapchatter als Teetrinker (36 Prozent), während die Deutschen allgemein zu 20 Prozent Tee trinken.

Wandel von Interessen beobachten und darauf eingehen

Lieblingstiere von Snapchat-NutzernWichtig bei der Werbung auf Snapchat ist die Präsens und Nähe zur Zielgruppe: Eine Marke muss sich immer an die jeweiligen Vorlieben der Nutzer anpassen. Das bedeutet auch eine regelmäßige Überprüfung der Zielgruppe, die angesprochen werden soll. So wandeln sich Vorlieben und Beschäftigungen. Beispielsweise sagten im Januar noch 29 Prozent der Snapchat-Nutzer, dass ihre Lieblingstiere Hunde seien. Im Mai sind es nur noch 21 Prozent.

Damit sich Werbung auf Snapchat lohnt, müssen die Unternehmen eine gründliche Analyse ihrer Zielgruppen vornehmen und deren Interessen kennen und verfolgen.

Die mit den Connected-Data-Analyse-Tool YouGov Profiles analysierten Daten stammen aus einem wöchentlich aktualisierten, bevölkerungsrepräsentativ gewichteten Datensatz aus den letzten 6 Monaten (Stand: 10.05.2017). Die Datenerhebung zu diesem Thema erfolgt kontinuierlich. Für die Analyse wurden 2.278 Personen untersucht, die das soziale Netzwerk Snapchat mindestens einmal pro Woche nutzen und zwischen 18 und 34 Jahren als sind. Mehr darüber finden Sie hier.

Patrick Seeger/dpa

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