Nur jeder Vierte glaubt, dass sich die Welt zum Positiven ändern wird

Nur jeder Vierte glaubt, dass sich die Welt zum Positiven ändern wird
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Früher war nach Ansicht der meisten Deutschen nicht alles besser, aber auch nicht alles schlechter. Für die Zukunft sind viele aber pessimistisch – insbesondere Wähler von SPD und Linken.

Das Internet in der Hosentasche, Fernseher, die auf Gesten und Sprachbefehle reagieren, und selbstfahrende Autos: Was vor wenigen Jahrzehnten noch der Stoff von Science-Fiction-Romanen war – oder schlicht unvorstellbar – ist heute möglich und zum Teil schon Normalität. Doch entwickelt sich die Welt in die richtige Richtung? Wie wird sie in zwanzig Jahren aussehen? 

Fragt man die deutsche Bevölkerung, geht es mit der Welt eher bergab. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Demnach glauben mehr Menschen, dass sich die Welt in den nächsten 20 Jahren zum Negativen verändern wird (44 Prozent) als zum Positiven (19 Prozent).

Dabei fällt auf, dass die Anhänger von SPD und der Linkspartei deutlich pessimistischer sind als jene der Union. Während bei ersteren jeweils etwa die Hälfte (SPD: 47 Prozent, Linke: 52 Prozent) der Überzeugung ist, dass sich die Welt zum Negativen entwickeln wird, glaubt dies bei den Wählern von CDU und CSU nur jeder Dritte (35 Prozent).

Eine sprunghafte technische Entwicklung erwarten dabei nur wenige: Dass viele Jobs in der Alten- und Krankenpflege von Robotern übernommen werden, halten mehr Leute für unwahrscheinlich (54 Prozent) als wahrscheinlich (41 Prozent). Allerdings erwarten noch weniger Deutsche, dass es Deutschland wirtschaftlich besser gehen wird als heute (32 Prozent) oder dass es weniger Kriege geben wird als heute (14 Prozent). Am wahrscheinlichsten unter den abgefragten Szenarien scheint, dass in den kommenden 20 Jahren irgendwo auf der Welt ein Atomangriff stattfinden wird. Das glauben immerhin 46 Prozent der Deutschen. In etwa genauso viele (44 Prozent) glauben es nicht.

Genauso wie bei der Einschätzung zur Zukunft gibt es auch bei der Bewertung der Vergangenheit einen Unterschied zwischen den einzelnen Wählergruppen: Bei den SPD- und Linke-Wählern tut dies jeweils jeder Vierte (26 Prozent), bei den Unions-Anhängern nur jeder Sechste (16 Prozent). Noch höher als bei den Sozialdemokraten und den Linke-Wählern ist der Anteil allerdings bei den Nichtwählern – dort trauert jeder Dritte der Vergangenheit hinterher.

Die meisten Menschen in Deutschland sind allerdings der Meinung, dass die Welt früher genauso gut oder schlecht war wie heute. Dies glauben drei von fünf Deutschen (61 Prozent).

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.018 Personen im Zeitraum vom 23.03. bis 26.03.2015 repräsentativ befragt.

Fotos: AP Photo/Jens Meyer / Shizuo Kambayashi/AP/Press Association Images

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