Die Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundeskanzlerin ist nach einer kurzen Erholung im MĂ€rz wieder zurĂŒckgegangen.
Angela Merkel hat es wieder geschafft: Auch in diesem Jahr steht die deutsche Bundeskanzlerin auf der Liste der einflussreichsten Menschen des US-Magazins âTimeâ. Doch Merkel muss sich auch immer mehr Kritik und Widerspruch anhören â sei es wegen ihrer FlĂŒchtlingspolitik oder ihrem Umgang mit der Causa Böhmermann.
Nun ist auch die Zufriedenheit der Deutschen mit Merkels Politik ein weiteres Mal zurĂŒckgegangen â und zwar auch innerhalb der eigenen WĂ€hlerschaft. Und wie schon vor zwei Monaten glaubt die Mehrheit nicht, dass Merkel auch nach der nĂ€chsten Bundestagswahl Kanzlerin bleibt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage.
Demnach halten es derzeit 50% der Deutschen fĂŒr âeherâ oder âsehr unwahrscheinlichâ, dass die Bundeskanzlerin auch nach 2017 Angela Merkel heiĂt, 39 Prozent halten dies fĂŒr wahrscheinlich. Das ist ein (aus Merkels Sicht) nur leicht besseres Ergebnis als vor zweieinhalb Monaten, als 57 Prozent eine Wiederwahl unwahrscheinlich und 34 Prozent fĂŒr wahrscheinlich hielten. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Zahlen im vergangenen Jahr eine ganz andere Sprache sprachen.

Ebenfalls auf Februar-Niveau liegt die Zufriedenheit der Deutschen mit der Arbeit der Kanzlerin. Diese war auch im MÀrz in einer YouGov-Umfrage abgefragt worden und hatte eigentlich nach oben gezeigt. Doch im April sind wieder mehr (56 Prozent) Menschen unzufrieden. So sank die Netto-Zufriedenheit (also der Wert, den man erhÀlt, wenn man den Anteil der Unzufriedenen von den Zufriedenen Abzieht) von -19 auf einen Tiefstwert von -33. Nur noch 30 Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit Angela Merkels zufrieden. Selbst von den WÀhlern der Union ist nur knapp die HÀlfte (47 Prozent) zufrieden.

Dass zumindest ein Teil der VerĂ€nderung zwischen MĂ€rz und April an der Causa Böhmermann liegt, darauf deutet eine weitere YouGov-Umfrage aus der vergangenen Woche hin. Dabei hatte die ĂŒberwiegende Mehrheit der Deutschen angegeben, dass sie den Umgang mit der Situation fĂŒr falsch hĂ€lt.
Auf Basis des YouGov Omnibus wurden zuletzt 1053 Personen im Zeitraum vom 19. bis 22. April 2016 reprÀsentativ befragt.
Foto: Markus Schreiber/AP/Press Association Images









