Laut Mehrheit der Deutschen bricht durch die Absage des Oktoberfestes eine große Tradition weg

Laut Mehrheit der Deutschen bricht durch die Absage des Oktoberfestes eine große Tradition weg

Dieses Jahr werden im Herbst auf den Münchner Wiesn keine Maßkrüge gehoben– das Oktoberfest wurde abgesagt. Eine aktuelle YouGov-Umfrage fragte nach der Sicht der Deutschen auf die Absage.

Vor wenigen Tagen verkündeten der bayerische Ministerpräsident Söder und der Münchner Oberbürgermeister Reiter, dass das traditionelle Münchner Oktoberfest 2020 aufgrund des Coronavirus und der Gefahr dessen Ausbreitung abgesagt wird. Dass durch die Absage eine wichtige Tradition in diesem Jahr fehlen wird, sagen 54 Prozent der Deutschen. Ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) hat schon einmal das traditionelle Oktoberfest in München besucht, davon häufiger Männer (37 Prozent) als Frauen (31 Prozent). Der Altersvergleich zeigt, dass die älteren Befragten im Alter ab 55 Jahren häufiger (39 Prozent) Besucher des Oktoberfestes waren als die jüngeren Befragten zwischen 18 und 24 Jahren (22 Prozent).

Wer hat schon einmal das Oktoberfest besucht?

Jüngere eher enttäuscht über die Absage als Ältere

Eine große Mehrheit der Befragten ist über die Absage des Traditionsfestes nicht sehr bewegt: Nur 15 Prozent empfinden Enttäuschung darüber, die Westdeutschen dabei häufiger (16 Prozent) als die Ostdeutschen (11 Prozent). Am häufigsten sagen die Befragten der Generation Z im Alter von 18 bis 24 Jahren, dass sie durch die Absage Enttäuschung empfinden (20 Prozent). Am seltensten sprechen jene ab 55 Jahren von Enttäuschung (13 Prozent). 

Großteil befürwortet die Absage

Eine große Mehrheit der Befragten in ganz Deutschland empfindet die Absage des Oktoberfestes als richtige Entscheidung (84 Prozent), die Älteren stimmen dem häufiger zu als die Jüngeren: 88 Prozent der Befragten ab 55 Jahren sind dieser Ansicht (vs. 78 Prozent der Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren).

Auf die Frage hin, ob das Oktoberfest nicht unter strengen Auflagen hätte stattfinden können, antworten nur 12 Prozent mit Ja, 80 Prozent sprechen sich dagegen aus. Auch hierbei hätten am häufigsten die Jüngeren ein Stattfinden unter strengen Auflagen befürwortet (19 Prozent der 25- bis 34-Jährigen vs. 8 Prozent der Befragten ab 55 Jahren).

Absage wird gutgeheißen

Für die Studie wurden auf Basis des YouGov Omnibus 2.025 Personen zwischen dem 21. und 23. April 2020 mittels standardisierter Online-Interviews befragt. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Foto: dpa

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