Mehrheit fühlt sich von Krankenkassen nicht ausreichend über Krebsvorsorgeoptionen informiert

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Eine aktuelle YouGov-Umfrage anlässlich des jährlichen Weltkrebstages am 4. Februar hat ergeben, dass die Deutschen zwar die Behandlungsmöglichkeiten von Krebserkrankungen in Deutschland mehrheitlich als gut einschätzen, sich jedoch durch die Krankenkassen nicht ausreichend über Präventionsangebote informiert fühlen

Köln, 04.02.2020. 27 Prozent der Deutschen fühlen sich von den Krankenkassen ausreichend über ihre Krebsvorsorgeoptionen informiert, 47 Prozent tun dies nicht. Die Meinung der Befragten zu Präventionsinformationen durch Ärzte halten sich hierbei die Waage: Sie werden zu 39 Prozent als ausreichend eingeschätzt, zu 36 Prozent als nicht ausreichend. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der internationalen Data and Analytics Group YouGov, für die insgesamt 2.071 Personen vom 27.01. bis 29.01.2020 ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Besonders die jungen Deutschen halten die Vorsorgeinformationen durch Ärzte und Krankenkassen für nicht ausreichend

Vor allem die Jüngeren zwischen 25 und 34 Jahren (53 Prozent) fühlen sich durch Krankenkassen nicht ausreichend zu ihren Krebsvorsorgeoptionen beraten. Bei den Deutschen ab 55 Jahren sagen dies vier von zehn Befragten (41 Prozent). 37 Prozent der letztgenannten Altersgruppe bestätigt eine ausreichende Information durch die Krankenkassen (vs. 14 Prozent der 18- bis 34-Jährigen). Der Präventionsberatung durch Ärzte bescheinigen die 18- bis 24-Jährigen zu 17 Prozent eine ausreichende Informationsgabe (vs. 53 Prozent der Befragten ab 55 Jahren). 47 Prozent der jungen Deutschen wiederum fühlen sich durch Ärzte nicht ausreichend informiert (vs. 27 Prozent derjenigen ab 55 Jahren).

Hautkrebsvorsorge ist die am häufigsten genutzte Krebsvorsorge

55 Prozent der befragten Frauen und Männer nutzen die Möglichkeiten der Hautkrebsvorsorge, 47 Prozent der Darmkrebsvorsorge. Die letztgenannte wird von Männern häufiger (64 Prozent) genutzt als von Frauen (36 Prozent). Drei Viertel (75 Prozent) der befragten Frauen nutzen die Mammografie als Präventionsmaßnahme für Brustkrebs. Die Gebärmutterhalskrebsvorsorge wird von zwei Dritteln (65 Prozent) der befragten Frauen wahrgenommen. Bei den Männern wird die Prostatakrebsvorsorge zu 64 Prozent genutzt.

Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebserkrankungen werden in Deutschland von der Mehrheit als gut eingeschätzt

Unabhängig von der Erfahrung in diesem Bereich, würden 39 Prozent der Deutschen die Behandlungsmöglichkeiten gegen Krebserkrankungen als gut einschätzen. 30 Prozent halten sie für mittelmäßig, 8 Prozent für schlecht. 9 Prozent der Befragten würden eine Behandlung gegen eine Krebserkrankung in einem anderen Land in Erwägung ziehen, wenn dort eine neuartigere und vielversprechendere Behandlung als in Deutschland angeboten wird, 14 Prozent würden diese Möglichkeit wahrscheinlich wahrnehmen, 30 Prozent vielleicht. Ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten zieht diese Option nicht in Erwägung.

Drei Viertel der Deutschen sehen in Krebserkrankungen kein Tabu-Thema

72 Prozent der Gesamtbevölkerung sind der Ansicht, dass Krebs in der Gesellschaft kein Tabu-Thema ist. Jeder Fünfte (21 Prozent) ist nicht der Ansicht. Die Befragten ab 55 Jahren sehen es eher als ein Tabuthema (21 Prozent) als die Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahren (14 Prozent). Erektionsstörungen (75 Prozent), Inkontinenz (72 Prozent), AIDS und psychische Erkrankungen (jeweils 65 Prozent) sind die größten Krankheits-Tabuthemen der Deutschen.

Internationaler Weltkrebstag wird von dem Großteil der Deutschen als wichtig erachtet

64 Prozent der Deutschen geben an, dass sie den Internationalen Weltkrebstag am 4. Februar, der zum Ziel hat, die Erforschung, Behandlung und Vorbeugung von Krebserkrankungen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rufen, als wichtig erachten. 14 Prozent finden den Weltkrebstag nicht wichtig. 34 Prozent der Frauen finden ihn sehr wichtig, bei den Männern sind es 25 Prozent.

Die Pressecharts können unter folgendem Link kostenlos heruntergeladen werden: www.yougov.de/pressecharts_weltkrebstag

Pressekontakt:

YouGov Deutschland GmbH
Anne-Kathrin Sonnenberg
PR Manager
Tel.: +49 (0) 221 420 61 – 444
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