Deutsche sind mit Bewerbungsprozessen unzufrieden

Deutsche sind mit Bewerbungsprozessen unzufrieden

Die Deutschen sehen das Thema „Bewerbungen“ kritisch, denn sie haben schlechte Erfahrungen damit gemacht. Das ergibt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Talents Connect. Hauptkritikpunkt am Bewerbungsprozess ist demnach das Antwortverhalten der Unternehmen: 40 Prozent der Teilnehmer berichten, sie warteten im Schnitt drei bis sechs Wochen auf eine Rückmeldung. Über 20 Prozent geben sogar an, auf mehr als zehn Bewerbungen gar keine Antwort erhalten zu haben. Insgesamt zehn oder deutlich mehr Bewerbungen geschrieben haben 59 Prozent aller Deutschen, 25 Prozent haben sogar mehr als 40 Bewerbungen abgeschickt.

Kritisch betrachten die Deutschen vor allem Stellenanzeigen, die Grundlage der meisten Bewerbungen. Eine Mehrheit von 42 Prozent beurteilt den Informationsgehalt als schlecht oder eher schlecht und nur 16 Prozent nehmen Stellenanzeigen als gut oder eher gut wahr. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Der Postweg ist bei Bewerbern immer noch beliebt, trotz vielfältiger Möglichkeiten zur Online-Bewerbung. Ganze 45 Prozent wünschen sich eine Rückmeldung per Post, die E-Mail folgt mit 39 Prozent auf dem zweiten Platz.

Für YouGov-Vorstand Holger Geißler ist der Bewerbungsprozess häufig ein „klassisches Beispiel misslungener Kommunikation.“ Geißler weiter: „Wir sehen in ganz vielen Fällen, dass das, was der Jobsuchende absendet, nicht wirklich gebührend in Empfang genommen wird.“
„Die Stellenanzeige steht ganz am Anfang dieser Kommunikation,“ ergänzt Robin Sudermann, Mitgründer von Talents Connect. „Sind die Informationen in der Anzeige unzureichend oder zu oberflächlich, dann weckt sie falsche Erwartungen bei den Kandidaten. Dadurch erhalten Unternehmen viele unpassende Bewerbungen und Arbeitsuchende haben es schwerer, den passenden Arbeitgeber zu identifizieren.“

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.055 Personen ab 18 Jahren vom 25.06. bis zum 27.06.2014 repräsentativ befragt.

Text: talents connect
Bild: dpa

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