Aktuelle YouGov-Daten zum Alkoholkonsum in Deutschland
Der Januar steht für viele Verbraucher zunehmend im Zeichen eines bewussten Umgangs mit Alkohol. Immer mehr Menschen nutzen den ersten Monat des Jahres, um für eine gewisse Zeit ganz auf alkoholische Getränke zu verzichten und gesündere Gewohnheiten zu etablieren.
Aktuelle Daten von YouGov Shopper bestätigen diese Entwicklung. Zwar war der Januar schon immer ein absatzschwacher Monat für alkoholhaltige Getränke, doch seit 2022 ist ein kontinuierlicher Rückgang der Käuferreichweite zu beobachten. Während im Corona-Jahr 2021 noch 60,7 Millionen Käufer alkoholhaltige Getränke wie Bier, Biermixgetränke, Wein, Spirituosen oder Schaumwein im Lebensmitteleinzelhandel erwarben, sank diese Zahl im Januar 2022 auf 57,7 Millionen. Im Januar 2023 waren es 55,2 Millionen, im Januar 2024 noch 52,2 Millionen und im Januar 2025 nur noch 51,2 Millionen Käufer – rund 6,5 Millionen weniger als 2022.

Weitere YouGov-Daten zeigen einen langfristigen Trend: Insgesamt trinken immer weniger Menschen in Deutschland Alkohol. Im Jahr 2025 gaben 68 Prozent der Verbraucher an, Alkohol zu konsumieren. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2015, lag dieser Anteil noch bei 78 Prozent.
Besonders deutlich zeigt sich dieser Wandel bei jüngeren Altersgruppen: Angehörige der Generation Z gaben im vergangenen Jahr am seltensten an, Alkohol zu trinken (61 Prozent), verglichen mit jeweils 71 Prozent unter Millennials und der Generation X sowie 65 Prozent unter den Baby Boomern+. Insgesamt ist der Alkoholkonsum in den vergangenen zehn Jahren in allen Altersgruppen rückläufig. Dies zeigen Daten einer Umfrage mit YouGov Surveys.

Als häufigster Grund für die Reduktion oder den vollständigen Verzicht auf Alkohol bei Personen, die in den letzten fünf Jahren ihren Alkoholkonsum verändert haben, wird die gesundheitliche Wirkung genannt. 38 Prozent der Befragten gaben an, ihren Alkoholkonsum in den letzten fünf Jahren aus diesem Grund reduziert oder eingestellt zu haben. Besonders stark ausgeprägt ist dieses Motiv bei der Generation Z: 51 Prozent nennen Alkohol als ungesund, während dieser Anteil bei den Baby Boomern+ bei 30 Prozent liegt. Jeder vierte Befragte der Gen Z (25 Prozent) gibt zudem an, den eigenen Alkoholkonsum in den letzten fünf Jahren reduziert zu haben.
Anouk Buskens, Director Team Alcoholic Beverages, von YouGov: „Unsere Daten zeigen, dass die Käuferreichweite alkoholhaltiger Getränke seit mehreren Jahren zurückgeht. Dabei greifen mehrere Faktoren ineinander: Alkohol verliert zunehmend an Alltäglichkeit, und gesundheitliche Aspekte fließen stärker in Kaufentscheidungen ein. Alkohol wird häufiger bewusst weggelassen – mit der Folge, dass Konsumenten insgesamt weniger und auch seltener alkoholhaltige Getränke kaufen. Der Januar verstärkt dieses Verhalten zusätzlich und macht einen langfristigen Wandel sichtbar.“
Methode:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews auf Basis von YouGov Surveys mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 15. und 29.09.2025 insgesamt 2.011 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
In den Daten sind die Generationen wie folgt definiert: Gen Z (ab 1997), Millennials (1981–1996), Gen X (1965–1980) und Baby Boomer+ (vor 1964).
Die Ergebnisse von YouGov Shopper basieren auf Daten des YouGov Haushaltspanels. Sie bieten einen Einblick in das faktische Kaufverhalten der Menschen in Deutschland im Kalendermonat Januar der Jahre 2017 bis 2025.









