YouGov Sonntagsfrage Februar 2026: Zustimmung zur Union bleibt unter Bundestagswahl-Ergebnis +++ Zufriedenheit mit Bundesregierung auf Tiefstand

Frieder SchmidAccount Director Political Research Germany
Februar 10, 2026, 2:03 nachm. GMT+0

Zur Wahlabsicht im Februar 2026, zur Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie zum Vertrauen in die USA als Partner Deutschlands

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, lägen CDU/CSU und AfD gleichauf: Beide kämen unverändert zum Januar 2026 auf 25 Prozent. CDU/CSU liegen damit rund ein Jahr nach der letzten Bundestagswahl mehr als 3 Prozentpunkte unter ihrem Wahlergebnis. Zuletzt war die Zustimmung für die Union im Dezember 2021 geringer.

Die SPD bleibt bei 16 Prozent und bestätigt damit ihren Januar-Wert. Die SPD liegt damit zum zweiten Mal in Folge wieder auf dem Niveau ihres Wahlergebnisses bei der letzten Bundestagswahl. Die Grünen kommen auf 11 Prozent, das ist 1 Prozentpunkt weniger als noch im Januar. Die Linke bleibt unverändert bei 10 Prozent.

Die FDP bleibt stabil in der Wählergunst und kommt im vierten Monat in Folge auf 4 Prozent. Das BSW gewinnt gegenüber Januar einen Prozentpunkt und kommt jetzt auf 4 Prozent. 6 Prozent der Wahlberechtigten würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Das ist das Ergebnis der aktuellen YouGov-Sonntagsfrage, für die 1.657 von insgesamt 2.042 wahlberechtigten Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmern ihre Wahlabsicht angegeben haben. Die Wahlabsicht gehört laut DSGVO zu den sensiblen personenbezogenen Daten und kann aus diesem Grund in YouGov-Umfragen übersprungen werden. Die Befragung fand zwischen dem 06. und 09.02.2026 statt.

Bundesregierung und Friedrich Merz im Stimmungstief

Die Arbeit der schwarz-roten Koalition wird so schlecht bewertet wie noch nie seit ihrer Wahl. Ein Jahr nach der Bundestagswahl sind 22 Prozent der Bürgerinnen und Bürger (sehr oder eher) zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, 75 Prozent (sehr oder eher) unzufrieden. Im Juni 2025, bei der ersten Messung der Zufriedenheit rund sechs Wochen nach der Wahl der schwarz-roten Bundesregierung, waren 38 Prozent zufrieden und 55 Prozent unzufrieden. Die schwarz-rote Koalition verliert zunehmend Rückhalt unter ihren Wählerinnen und Wählern. Aktuell sind mehr Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU unzufrieden (54 Prozent) als zufrieden (44 Prozent) mit der Arbeit der Bundesregierung. Im Juni 2025 waren nur 26 Prozent der Wählerinnen und Wähler von CDU/CSU unzufrieden und 66 Prozent waren zufrieden. Noch größer ist die Unzufriedenheit unter SPD-Wählerinnen und -Wählern. Aktuell sind 34 Prozent mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden, 62 Prozent sind unzufrieden. Im Juni 2025 war das Verhältnis noch umgekehrt: Damals waren 57 Prozent zufrieden und 33 Prozent unzufrieden.

Die Zustimmung zu Friedrich Merz‘ Arbeit als Bundeskanzler hat sich seit Juni 2025 nahezu halbiert. 23 Prozent finden, dass Friedrich Merz seine Arbeit als Bundeskanzler (sehr oder eher) gut macht. 72 Prozent sind der Meinung, dass er seine Arbeit (sehr oder eher) schlecht macht. Im Juni 2025 waren noch 39 Prozent der Meinung, dass er seine Arbeit gut macht. 45 Prozent bewerteten damals seine Arbeit als schlecht.

Vertrauen in die USA als Partner Deutschlands ist fast so gering wie das Vertrauen in China

Aktuell vertrauen 66 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland den USA nicht oder wenig. Nur 26 Prozent vertrauen den USA etwas oder voll und ganz. Das Vertrauen in China ist nur unwesentlich schwächer: 21 Prozent vertrauen China, 70 Prozent nicht oder wenig.

Zum Vergleich: Frankreich vertrauen 74 Prozent und 18 Prozent nicht oder wenig. Großbritannien vertrauen 69 Prozent und 23 Prozent nicht oder wenig. Polen vertrauen 60 Prozent und 30 Prozent nicht oder wenig.

Zur Methode:

Diese Umfrage wurde von YouGov Deutschland als Eigenstudie im YouGov Omnibus Politik durchgeführt. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des unternehmenseigenen YouGov Panels. Die Mitglieder des Panels haben der Teilnahme an Online-Interviews zugestimmt. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 06. bis 09.02.2026 insgesamt 2.042 Personen in einer repräsentativen Stichprobe, quotiert nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, politischem Interesse und Wahlverhalten, befragt. Die Stichprobe bildet die Wahlberechtigten Deutschlands ab 18 Jahren hinsichtlich dieser Quotenmerkmale ab.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

· Ergebnisse inkl. Erklärung der Methodik

· Informationen zum YouGov Omnibus Politik

· FAQ zur Wahlforschung bei YouGov

Wenn Sie mehr über Politik- und Meinungsforschung bei YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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