Energieversorgung wichtigstes Thema für die Deutschen, noch vor Umweltschutz

Energieversorgung wichtigstes Thema für die Deutschen, noch vor Umweltschutz

Aktuelle YouGov-Umfrage unter deutschen Wahlberechtigten zu den wichtigsten Themen für die Deutschen, zur aktuellen Wahlabsicht und derzeitigen Zufriedenheit mit der Bundesregierung

Derzeit sind in Deutschland die gestiegenen Preise für Tanken, Heizen etc. in aller Munde. Die Bundesregierung will mit Maßnahmen-Paketen die Verbraucher angesichts der stark angestiegenen Kosten entlasten. Aktuell sagen 17 Prozent der wahlberechtigten Bundesbürgerinnen und Bundesbürger, dass die Energieversorgung (z.B. Strom, Gas) das wichtigste Thema sei, um das sich Politikerinnen und Politiker in Deutschland kümmern sollten. Dieser Wert ist in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen: Mitte Dezember trafen nur 3 Prozent diese Aussage. Damit hat die Energieversorgung aktuell den Umwelt- und Klimaschutz überholt, der seit Februar 2021 für die Deutschen das wichtigste Thema gewesen ist, um das sich Politiker kümmern sollten.

Entwicklung der wichtigsten Themen im Zeitverlauf

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung der Data & Analytics Group YouGov, für die 1.841 wahlberechtigte Umfrageteilnehmer zwischen dem 09.03.2022 und 13.03.2022 mittels standardisierter Online-Interviews befragt wurden.

Zufriedenheit mit Bundesregierung nimmt seit der Ukraine-Krise zu

Anfang Februar gab mehr als jeder zweite Befragte (58 Prozent) an, mit der Arbeit der Ampelregierung bislang (eher) unzufrieden zu sein, knapp ein Drittel war mit ihrer Arbeit (eher) zufrieden (32 Prozent). Aktuell zeichnet sich ein positiveres Bild: 41 Prozent der Deutschen sagen, mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden zu sein, der Anteil derer, die mit der Regierung nicht zufrieden sind, sinkt im Vergleich zu Anfang Februar um 10 Prozentpunkte auf 48 Prozent. Diese steigende Zustimmung mit der grundsätzlichen Arbeit der Bundesregierung geht zeitlich einher mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine und den damit verbundenen Entscheidungen und Maßnahmen von Bundeskanzler Scholz und seiner Regierung.

Entwicklung der Zufriedenheit mit der Arbeit der Ampelregierung im Zeitverlauf

Zufriedenheitswerte für Annalena Baerbock und Christian Lindner steigen

Sagte vor Ausbruch des Krieges in der Ukraine Anfang Februar jeder dritte deutsche Wahlberechtigte (34 Prozent), dass Annalena Baerbock als Außenministerin einen guten Job mache, stieg der Wert seit Beginn des Krieges auf 48 Prozent. Gleichzeitig sinkt der Wert jener, die unzufrieden mit ihrer Arbeit sind von 50 Prozent auf 38 Prozent. Auch die Werte für Finanzminister Christian Lindner sind im positiven Bereich: Derzeit sind 43 Prozent der Deutschen der Meinung, Lindner mache einen guten Job, 36 Prozent sagen, er mache einen schlechten.

Die Wahlabsicht der Deutschen – SPD und Union nähern sich noch weiter an

26 Prozent der deutschen Wahlberechtigten geben derzeit an, CDU/CSU zu wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Die SPD würden derzeit 25 Prozent wählen. Die SPD legt demnach weitere Prozentpunkte zu und der Vorsprung der Union schrumpft auf 1 Prozentpunkt. Die Grünen kommen aktuell auf 17 Prozent der Stimmen, die Werte für die FDP sinken leicht auf 7 Prozent (9 Prozent in der Vorwoche). Die Linke kann unverändert 6 Prozent auf sich vereinen, und die AfD bleibt ebenso unverändert bei 11 Prozent in der Wahlabsicht der deutschen Wahlberechtigten.

Entwicklung der Wahlabsicht zur Bundestagswahl

Das ist das Ergebnis der aktuellen Sonntagsfrage, für die 1.464 Personen unter 1.841 wahlberechtigten Umfrageteilnehmern ihre Wahlabsicht zwischen dem 09.03.2022 und 13.03.2022 abgegeben haben.

 

Die Ergebnisse samt einer Erklärung der Methodik stehen hier kostenlos zur Verfügung.

 

Für weitere Informationen zur Methodik von Wahlumfragen bei YouGov klicken Sie bitte hier.

Informationen zu häufig gestellten Fragen zum Thema Wahlforschung finden Sie hier.

 

Wenn Sie mehr über die politische Forschung von YouGov erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an.

 

 

Foto: Oliver Berg/dpa

 

Kommentare sind deaktiviert