Analysiert: Der deutsche Camper

Analysiert: Der deutsche Camper
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Günstiger, häufiger und länger als Andere verreisen deutsche Camper. Sie bleiben dabei aber häufiger in der Nähe.

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden in Deutschland so viele Wohnmobile und Wohnwagen zugelassen wie noch nie. Camping ist in Deutschland wieder in. Und sogar die TV-Sendung „Das perfekte Dinner“ spielte vor einigen Wochen auf einem Campingplatz. Und auch der Caravan Salon in Düsseldorf Ende August war so groß wie nie zuvor.

Kein Wunder, benötigt man für’s Campen doch deutlich mehr Ausrüstung als etwa für einen Pauschalurlaub. Doch danach ist das Urlaubmachen verhältnismäßig günstig. Das zeigen auch aktuelle Daten aus YouGov Profiles.

Demnach geben Menschen, deren Haupturlaub in diesem Jahr ein Campingurlaub ist oder war, deutlich häufiger an, dass ihr letzter Urlaub eher günstig war. Insgesamt 36 Prozent der Camper kamen nach eigenen Angaben mit unter 500 Euro pro Person davon, beim Rest der Bevölkerung hingegen nur 28 Prozent. Über 1000 Euro hingegen kostete der letzte Urlaub bei 22 Prozent der Camper, aber 28 Prozent der Nicht-Camper.

Dafür gönnen sich die Caravan-, Wohnmobil- und Zeltschläfer aber mehr und längere Urlaube: 7 Prozent von ihnen waren fünf Mal oder häufiger in den vergangenen 12 Monaten unterwegs (Nicht-Camper: 4 Prozent), 14 Prozent beim letzten Mal 15 Tage oder länger (Nicht-Camper: 9 Prozent).

Dabei verreisen die Camper allerdings offenbar nicht so weit. Sie waren auf ihrer  stattdessen signifikant häufiger innerhalb Deutschlands (39 Prozent) als Nicht-Camper (31 Prozent), während letztere etwa doppelt so häufig zuletzt in Übersee waren (10 zu 5 Prozent).

Das alles führt auch zu einer höheren Flexibilität in Urlaubsdingen. Kein Wunder also, dass Camper der Aussage „Ich buche meine Reisen weit im Voraus“ deutlich häufiger widersprechen (37 Prozent) als Nicht-Camper (27 Prozent).

Die mit YouGov Profiles analysierten Daten stammen aus einem wöchentlich aktualisierten, bevölkerungsrepräsentativ gewichteten Datensatz aus den letzten 12 Monaten (Stand: 18.09.2016). Für diese Analyse wurden 617 Personen untersucht, die angegeben haben, dass ihr Haupturlaub in diesem Jahr ein Campingurlaub ist bzw. war. Deren Angaben wurden im Anschluss mit den Daten von 9202 Befragten verglichen, die eine andere Urlaubsart angegeben hatten. Der Vergleich der Gruppen erfolgt mithilfe von Z-Scores. Mehr darüber finden Sie hier.

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