Fußball-Bundesliga: Hertha und Stuttgart sorgen mit für Spannung

Fußball-Bundesliga: Hertha und Stuttgart sorgen mit für Spannung
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Während die Berliner bei den meisten als positive Überraschung gelten, ist der VfB eher eine Enttäuschung. Und: Die Mehrheit fand die Hinrunde spannend.

Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga ist am Wochenende vor Weihnachten zu Ende gegangen. Dass der FC Bayern Herbstmeister wird, stand schon Wochen vorher fest (und auch schon zu Beginn der Saison waren die Bayern klarer Favorit auf die Meisterschaft). Allerdings gab es neben einem neuen Start-Rekord auch erstmals seit über drei Jahren eine Hinrunden-Niederlage des Rekordmeisters zu bestaunen – Anfang Dezember in Mönchengladbach.

Auch wegen solcher Überraschungen verwundert es nicht, dass die Mehrheit der Deutschen, die sich zumindest ein wenig für Fußball interessieren (immerhin gut 50 Prozent), die Hinrunde der aktuellen Saison durchaus spannend fanden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage, die in der Woche vor dem letzten Hinrunden-Spieltag durchgeführt wurde. Demnach ist es sogar so, dass je größer das allgemeine Interesse für Fußball ist, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit ist, dass jemand die bisherige Saison spannend fand. So sagen dies 78 Prozent derer, die „sehr interessiert“ sind – aber nur 52 Prozent derer, die „eher interessiert“. Damit liegt die Hinrunde etwa auf dem „Spannungsniveau“ der Vorsaison (80 bzw. 53 Prozent).

Für Spannung sorgen aber vor allem die Teams, die deutlich besser oder deutlich schlechter abschneiden als erwartet. Als positive Überraschung wurde in der Umfrage am häufigsten Hertha BSC Berlin (17 Prozent) genannt. Die Mannschaft aus der Hauptstadt belegte am Ende der vergangenen Saison Platz 15, steht aber momentan auf Platz 3 – und würde sich damit für die Champions League qualifizieren. Auf Platz 2 liegt in der Umfrage wie in der Bundesliga die Borussia aus Dortmund (11 Prozent). Die hatte es zwar nach einer starken Rückrunde in der vergangenen Saison noch auf Platz 7 geschafft, am Ende aber Trainer Jürgen Klopp verloren. Auch Borussia Mönchengladbach und Aufsteiger Darmstadt werden häufiger genannt (je 9 Prozent).

Auch bei den negativen Überraschungen gibt es zwei Vereine, die ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen – beide aus Baden-Württemberg: Der VfB Stuttgart (derzeit 15., letzte Saison: 14.) wird von 21 Prozent als „negative Überraschung“ bezeichnet, die TSG Hoffenheim (18. bzw. 8. Platz) von 13 Prozent).

Jetzt ist allerdings erst einmal Winterpause – anders als etwa in England. Doch zumindest ein großer Teil der Fußballinteressierten in Deutschland ist da nicht unglücklich darüber. Gefragt, ob sie eine Abschaffung der Winterpause befürworten würden, antworten etwas weniger mit „Ja“ (37 Prozent) wie mit „Nein“ (44 Prozent).

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden in Deutschland 1041 Personen im Zeitraum vom 15. bis 18. Dezember 2015 repräsentativ befragt. Für diese Auswertung wurden nur jene 549 Befragten betrachtet, die mindestens „eher interessiert“ an Fußball sind.

Foto: Markus Schreiber/AP/Press Association Images

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