Ostdeutsche verbringen ihren Urlaub häufiger in Deutschland als Westdeutsche

Ostdeutsche verbringen ihren Urlaub häufiger in Deutschland als Westdeutsche
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Unabhängig von der Corona-Krise - Wer verbringt seine Urlaubsreisen grundsätzlich häufiger im In- und wer im Ausland – die Ost- oder die Westdeutschen? Eine aktuelle YouGov-Umfrage hat es herausgefunden.

Die Sommer- und Urlaubssaison neigt sich dem Ende entgegen. Nur in Baden-Württemberg halten die Sommerferien noch wenige Tage an. Knapp die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) verbringt ihre Urlaubsreisen gerne sowohl im europäischen als auch nicht-europäischen Ausland. Blicke man in die Regionen, geben Westdeutsche (48 Prozent), also jene, die in den alten Bundesländern leben, häufiger als Ostdeutsche (42 Prozent), jene in den neuen Bundesländern Lebende, an, Urlaub außerhalb Deutschlands zu machen. Knapp mehr als ein Viertel der deutschen Befragten (27 Prozent) bleibt für Urlaubsreisen lieber im eigenen Land, davon Ostdeutsche häufiger als Westdeutsche (33 Prozent vs. 26 Prozent der Westdeutschen).

Ostdeutsche verbringen lieber ihren Urlaub in Deutschland

Nach der Wiedervereinigung zwischen Ost und West Umgezogene verreisen häufiger ins nicht-europäische Ausland

Fernziele bei Urlaubsreisen scheinen für jene Befragten, die nach der Wiedervereinigung zwischen Ost- und Westdeutschland dauerhaft umgezogen sind, attraktiver zu sein als für jene, die in den jeweiligen Landesteilen geblieben sind: 54 Prozent jener, die nach 1990 dauerhaft von West- nach Ostdeutschland gezogen sind, unternehmen gerne Urlaubsreisen sowohl ins europäische als auch ins nicht-europäische Ausland. 53 Prozent sind es bei jenen Deutschen, die dauerhaft von Ost- nach Westdeutschland umgezogen sind. Unter Befragten, die keinen Umzug zwischen Ost und West vollzogen haben, sagen dies 45 Prozent. Jene machen häufiger gerne Urlaub nur innerhalb Europas (23 Prozent vs. 17 Prozent der Umgezogenen). Ähnlich häufig ist bei allen Befragten der Wunsch, für den Urlaub lieber in Deutschland zu bleiben.

Nach der Wiedervereinigung Umgezogene reisen häufiger gerne ins nicht-europäische Ausland

Ostdeutsche beherrschen Fremdsprachen für Auslandsreisen nicht so gut

30 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, lieber nur in deutschsprachige Reiseregionen zu verreisen, da sie Fremdsprachen nicht gut beherrschen. Ostdeutsche sagen dies häufiger als Westdeutsche (38 Prozent vs. 28 Prozent der Westdeutschen). Eine große Mehrheit der Deutschen (83 Prozent) ist der Ansicht, in Deutschland sehr gut Urlaub machen zu können. Dies sagen Befragte aus den neuen Bundesländern etwas häufiger (86 Prozent) als Befragte aus den alten (83 Prozent). Nur 7 Prozent der Ostdeutschen stimmen der Aussage nicht zu, unter Westdeutschen sind es 12 Prozent.

Ostdeutsche beherrschen seltener Fremdsprachen

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2.097 Personen in Deutschland ab 18 Jahren vom 19.-21.08.2020 bevölkerungsrepräsentativ befragt.

 

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