Corona-Sommer: Festlandeuropäer wollen keine britischen, amerikanischen und chinesischen Urlauber

Corona-Sommer: Festlandeuropäer wollen keine britischen, amerikanischen und chinesischen Urlauber
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Eine internationale YouGov-Umfrage unter Europäern, US-Amerikanern und Chinesen gibt Auskunft über willkommene und unwillkommene Touristen im Corona-Sommer 2020

Im europäischen Vergleich sprechen sich Deutsche, Franzosen, Spanier und Italiener aktuell am häufigsten gegen britische Touristen im eigenen Land aus, unter der Annahme, dass diese sich nach Einreise nicht zunächst in Selbstisolation begeben würden. Unter den Deutschen sagen knapp drei von fünf der Befragten (58 Prozent), dass sie die Einreise britischer Touristen in diesem Sommer nicht befürworten würden. Die Ablehnungszahlen für dänische (34 Prozent), französische (42 Prozent), spanische (49 Prozent), italienische und schwedische (jeweils 52 Prozent) Touristen sind verglichen dazu geringer.

Während es zwischen 40 Prozent und 54 Prozent der Spanier ablehnen, Touristen aus einer Reihe von europäischen Ländern zu empfangen, steigt diese Zahl in Bezug auf britische Touristen auf 61 Prozent. Auch unter Franzosen liegt die Zahl bei 55 Prozent, während sie bei Touristen aus anderen europäischen Ländern zwischen 32 Prozent und 46 Prozent liegt. In Italien sind für 44 Prozent britische Touristen in diesem Sommer nicht willkommen, gegenüber 29 Prozent bis 38 Prozent, die der Einreise anderer europäischer Touristen ablehnend gegenüberstehen.

Die Dänen und Deutschen lehnen alle Touristen außer jene aus dem jeweils anderen Land ab, während Schweden und Finnen alle außer dänische Touristen ablehnen. Die Franzosen neigen dazu, Deutsche und Skandinavier gerne einreisen zu lassen. Nur die Italiener waren im Großen und Ganzen dafür, andere europäische Touristen - mit Ausnahme der Briten – in ihrem Land zu empfangen.

(Un)willkommene Touristen im Ländervergleich

Die Skandinavier beäugen schwedische Touristen misstrauisch

Die Norweger, Dänen und Finnen zögern, wenn es um ihre schwedischen Nachbarn geht. In allen drei Ländern liegt die Zahl jener, welche die Einreise schwedischer Touristen ablehnen zwischen 61 Prozent und 81 Prozent. Schweden hatte sich während der Corona-Krise gegen einen Lockdown als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus entschieden. Die folglich hohen Infizierten-Zahlen machen seine Nachbarn aktuell eindeutig nervös.

Alle sind besorgt über amerikanische und chinesische Touristen

Am meisten beunruhigt sind die Europäer in diesem Sommer jedoch über die Einreise amerikanischer und chinesischer Touristen. Amerikaner werden in allen untersuchten Ländern als Urlauber am häufigsten abgelehnt (außer in Schweden, wo sie nach chinesischen Touristen an zweiter Stelle stehen, und in Finnland, wo sie nach den Schweden an zweiter Stelle stehen). Insgesamt lehnen es zwischen 61 Prozent und 79 Prozent der Befragten aller an der Umfrage beteiligten Länder ab, amerikanischen Touristen zu erlauben, den Urlaub im jeweiligen Heimatland zu verbringen. Chinesische Touristen sind mit einer Ablehnungsrate zwischen 57 Prozent und 77 Prozent ähnlich unbeliebt. Sie sind in Amerika und Schweden jene Touristengruppe mit der größten Ablehnungszahl und in den meisten anderen Ländern an zweiter Stelle.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden zwischen dem 29. Juni und 5. Juli 2020 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Schweden, Dänemark, China, Norwegen, Finnland, Großbritannien und den USA bevölkerungsrepräsentativ befragt.

 

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