Nur jeder Vierte glaubt: Menschen sind von Natur aus monogam

Nur jeder Vierte glaubt: Menschen sind von Natur aus monogam
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Und: Jeder dritte Mann befriedigt sich mindestens einmal die Woche selbst. Der dritte und letzte Teil unserer großen Sex-Umfrage.

Es ist wohl nicht erst einmal vorgekommen, dass ein untreuer Ehemann oder eine untreue Ehefrau sich versucht hat, damit rauszureden, dass der Mensch nun einmal nicht monogam sei – und Fremdgehen somit ganz natürlich. Es gibt durchaus Psychologen, die das auch so sehen.

Ob die Menschen die „Unnatürlichkeit“ der Monogamie als Ausrede für's Fremdgehen - was immerhin jeder Vierte schon einmal gemacht hat - gelten lassen, haben wir in unserer Sex-Umfrage, die wir gemeinsam mit Stern.de veröffentlichen, nicht gefragt. Wohl, aber ob sie Monogamie für natürlich halten. Das Ergebnis: Von den Befragten, die schon mindestens einmal Sex hatten – nur die wurden befragt – hält nur jeder Vierte (25 Prozent) Monogamie für „natürlich“. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) sagen, Menschen seien nicht von Natur aus monogam, der Rest (22 Prozent) kann oder will keine Angaben machen. Besonders interessant: Grundsätzlich gilt das für Männer und für Frauen – auch wenn letztere etwas häufiger keine Angaben machen.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es aber an einer anderen Stelle – und hier bestätigen sich wohl einige Klischees. Denn Männer befriedigen sich deutlich häufiger selbst als Frauen. 32 Prozent der befragten Männer gaben an, mindestens mehrmals in der Woche zu masturbieren. Von den Frauen sagen lediglich 9 Prozent, dass sie sich so regelmäßig befriedigen. Allerdings: Auch hier ist die Anzahl derer, die keine Angaben machen wollen oder können, bei den Frauen deutlich höher.

Wie bei den vorherigen Auswertungen wurden auch dieses Mal nur jene befragt, die schon mindestens einmal Sex hatten. Aber wer sind diese Leute?

Zuerst: Sie machen etwa 85 Prozent aller für unsere Sex-Umfrage Befragten aus. Lediglich 9 Prozent gab an, Jungfrau zu sein, der Rest konnte oder wollte keine Angaben machen. Dabei liegen – wenig überraschend – die Zahlen im Allgemeinen höher, desto älter die Gruppe ist. So geben zum Beispiel 44 Prozent der 18- bis 24-Jährigen an, noch keinen heterosexuellen Sex gehabt zu haben, 82 Prozent sagen dies über homosexuellen Sex.

Insgesamt haben letzteren – auch das wenig überraschend – deutlich weniger Befragte gehabt: Während 80 Prozent der Befragten schon mindestens einmal mit einem Partner bzw. einer Partnerin des anderen Geschlechts geschlafen haben, haben dies lediglich 13 Prozent mit einem Partner bzw. einer Partnerin des gleichen Geschlechts. Und: 8 Prozent hatten mit Partnern beider Geschlechter Sex.

Und was sie dabei im Bett erlebt bzw. ausprobiert haben, wie oft und in welcher Stellung, das steht in den Teilen eins und zwei unserer Sex-Umfrage.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1303 Personen im Zeitraum vom 25. bis 29. März 2016 repräsentativ befragt. Die Befragten hatten dabei – wie bei all unseren Umfragen – bei jeder einzelnen Frage die Möglichkeit, keine Angaben zu machen.

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