Bundesländer-Ranking: Alle lieben Hamburg

Bundesländer-Ranking: Alle lieben Hamburg
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In unserer Rangliste der beliebtesten Bundesländer liegen zwei Stadtstaaten vorn – und die neuen Bundesländer ganz hinten.

Hamburg ist die Großstadt in Deutschland, in die die meisten Menschen ziehen würden. Das ergab vor einiger Zeit eine YouGov-Umfrage – in der die Freie und Hansestadt auch schon drei Jahre zuvor vorne gelegen hatte. Doch Hamburg ist auch ein Bundesland – und liegt auch hier im Beliebtheitsranking vorne. Auf Platz zwei folgt mit Berlin ein weiterer Stadtstaat.

Die Analyse der Beliebtheit aller 16 Bundesländer stammt aus YouGov Profiles. Dabei wurden alle Bewertungen der 13 Flächen- und 3 Stadtstaaten der Bundesrepublik aus den vergangenen zwölf Monaten analysiert, gewichtet und miteinander verrechnet. Der so entstandene Indexwert gibt an, wie viel mehr positive als negative Bewertungen ein Bundesland erhalten hat. Je höher der Indexwert, desto häufiger „lieben“ oder „mögen“ die Befragten das Bundesland; ein negativer Wert zeigt eine hohe Abneigung an.

Einen solchen negativen Wert erreichen allerdings nur drei Bundesländer: Brandenburg (-1), Sachsen (-7) und Sachsen-Anhalt (-13). Interessant dabei: Sachsen wird am häufigsten von allen Bundesländern negativ bewertet (42 Prozent, Sachsen-Anhalt: 38 Prozent), erhält aber auch mehr positive Bewertungen als Sachsen-Anhalt und zum Beispiel Brandenburg.

Ähnliches spielt sich weiter oben ab: Gäbe es nicht so viele Menschen, die eine Abneigung gegen Bayern haben (17 Prozent, mehr als bei jedem anderen westdeutschen Bundesland), würde der Freistaat deutlich weiter oben in der Rangliste landen. So schafft es das Bundesland lediglich auf Rang 5, hinter zwei Stadt- (Hamburg und Berlin) und zwei Flächenstaaten (Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein).

Deutlicher Sieger ist allerdings Hamburg: 78 Prozent derer, die eine Meinung zur norddeutschen Metropole haben, mögen oder lieben sie. Der Indexwert Hamburgs liegt mit +59 so auch deutlich vor dem des zweitplatzierten Berlin (+40).

Interessant übrigens auch: Zwar landen in den neuen Bundesländern ebenfalls Hamburg und Berlin vorne, doch dann folgen mit Sachsen und Thüringen zwei ostdeutsche Länder. Ganz hinten liegen dort Nordrhein-Westfalen und das Saarland. Letzteres landete von allen westdeutschen Bundesländern auch schon im Gesamtranking hinten.

Methode: Für das Ranking auf Basis von Daten aus YouGov Profiles wurden alle positiven und negativen Bewertungen der Bundesländer herangezogen, die zwischen Anfang April 2015 und 10. April 2016 abgegeben wurden. Die meisten Bewertungen erhielt dabei Hamburg mit etwa 3470. Für das endgültige Ranking wurde aus den (bevölkerungsrepräsentativ gewichteten) Bewertungen für jedes der 16 Bundesländer ein Netto-Positivitäts- bzw. –Negativitäts-Index gebildet, der von 100 bis -100 reicht. Die Fallzahlen liegen zwischen 1368 (Saarland) und 3471 (Hamburg).

Foto: FABIAN BIMMER/AP/Press Association Images

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