(Un)Attraktivste Städte: Imageverlust für Köln und Dresden, Berlin umstritten

(Un)Attraktivste Städte: Imageverlust für Köln und Dresden, Berlin umstritten
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Hamburg und München gelten von den größten deutschen Städten als am attraktivsten. Berlin folgt auf Platz 3 – und erreicht gleichzeitig Platz 1 der unattraktivsten Städte.

Vier Millionenstädte gibt es in Deutschland: Hamburg, München, Berlin und seit einigen Jahren auch Köln. Wie in vielen anderen größeren Städten wächst auch in den vier Metropolen die Einwohnerzahl sogar noch.

Deshalb verwundert es auch kaum, dass die vier Städte – wie schon vor knapp drei Jahren – bei einer aktuellen YouGov-Umfrage die Liste der attraktivsten Großstädte anführen – auch wenn Berlin ebenso bei der Frage, in welcher Stadt die Menschen am wenigsten gerne leben würden, vorne liegt – wie übrigens ebenfalls schon vor knapp drei Jahren.

In der Umfrage wurden die Teilnehmer gebeten, aus den 14 deutschen Großstädten mit über 500.000 Einwohnern jene auszuwählen, in der sie am liebsten bzw. am wenigsten gerne leben wollten. 16 Prozent der Befragten entschieden sich bei der Lieblingsstadt für Hamburg, 15 Prozent für München, 11 Prozent für Berlin und 6 Prozent für Köln.

Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Altersklassen: So ist zum Beispiel Köln bei den 17- bis 24-Jährigen besonders beliebt (14 Prozent), Dresden dafür unbeliebter (2 Prozent). Und der Abstand zwischen dem zweiten (München mit 17 Prozent) und dem dritten Platz (Berlin mit 9 Prozent) ist bei den Über-55-Jährigen deutlich größer als im Rest der Bevölkerung.

Interessanterweise wird Köln – wohl auch aufgrund der Silvesternacht –auch bei der Frage nach der unattraktivsten Stadt insbesondere von Jüngeren häufiger genannt als vor knapp drei Jahren: 9 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 6 Prozent aller Befragten sagen, dass sie von den 14 Städten am wenigsten gerne in Köln leben würden, 2013 waren es 4 bzw. 3 Prozent.

Eine fast ebenso große Veränderung verzeichnet allerdings Dresden, „Heimatstadt“ von Pegida. Während 2013 nur 6 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 5 Prozent aller Befragten das „Elbflorenz“ als unattraktivste Stadt angaben, sind es heute 12 bzw. 9 Prozent.

Angeführt wird die Liste allerdings weiterhin von der Bundeshauptstadt. 14 Prozent der Befragten sagen (mit den Worten der Band „Kraftklub“): „Ich will nicht nach Berlin“.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1355 Personen im Zeitraum vom 29. Januar bis 2. Februar 2016 repräsentativ befragt.

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