Mathe- und Deutschunterricht: Für's Leben gelernt

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Die Mehrheit der Deutschen hat positive Erinnerungen an die eigene Schulzeit - vor allem an den Matheunterricht.

Als Grundschüler gingen die meisten Menschen noch gerne zur Schule, spätestens in der Pubertät sah und sieht die Sache bei Vielen dann schon anders aus. Das Lernen fällt vielen dann schwerer, denn die Schwierigkeit wächst und die Interessen verschieben sich. Und die tagtägliche Anwendung von Binomischen Formeln und Co. erschließt sich nicht sofort.

Fragt man die Deutschen jedoch - wie in einer aktuellen YouGov-Umfrage - mit einigem zeitlichen Abstand zur eigenen Schulzeit, so berichtet die Mehrheit vor allem von positiven Erinnerungen - und davon, besonders den Mathestoff im Alltag genutzt zu haben. Insgesamt zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) haben demnach eher positive als negative Erinnerungen an die Schule, bei einem Viertel überwiegen die negativen. Auffällig dabei: Männer haben noch etwas häufiger (72 Prozent) eher positive Erinnerungen als Frauen (65 Prozent).

Dazu kommt: Auch wenn es in der Schulzeit anders aussah, berichten die meisten erwachsenen Deutschen, dass sie das, was sie im Matheunterricht gelernt haben, auch im Alltag gebrauchen können: 93 Prozent sagen, sie hätten manchmal oder häufig das Gefühl, den Mathestoff aus der Grundschule - also zum Beispiel die Grundrechenarten und das "Einmaleins" häufig oder manchmal im Alltag zu brauchen, über den weiterführenden Mathe-Stoff sagen dies immerhin 74 Prozent. Ganz ähnlich sieht es beim im Deutsch-Unterricht gelernten aus (92 Prozent Grundschulstoff, 81 Prozent Weiterführendes), und auch bei zahlreichen anderen Fächern.

So verwundert es in dem Zusammenhang auch nicht mehr so sehr, dass Mathe (zumindest in der Rückschau) bei Vielen das Lieblingsfach in der Schule war - immerhin bei jedem Sechsten (18 Prozent). Das sind deutlich mehr, als bei einer entsprechenden Frage Deutsch (12 Prozent), Geschichte (11 Prozent) oder Sport (10 Prozent) nannten.

Und heute?

Nach Ansicht Vieler könnten die Ergebnisse bei einer solchen Umfrage in einigen Jahrzehnten allerdings deutlich anders aussehen als heute. Denn wie schon im vergangenen Jahr glaubt über die Hälfte der Befragten (61 Prozent), dass die Schüler heute zu viel "unnützes Zeug" lernen - und, dass die Qualität des Unterrichts früher besser war.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1041 Personen im Zeitraum vom 29.03. bis 1.04.2016 repräsentativ befragt.

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