Gebrochene Herzen gibt es in der ganzen Gesellschaft

Gebrochene Herzen gibt es in der ganzen Gesellschaft
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Zwei Drittel der Deutschen wurde schon einmal das Herz gebrochen. Betroffene gibt es in allen Alters- und Bevölkerungsschichten.

„I get so lonely, I could die” singt Elvis Presley. “Ich fühle mich so einsam, dass ich sterben könnte” – so umschreibt der “King of Rock’n’Roll“ in seinem ersten großen Pop-Hit „Heartbreak Hotel“ das Gefühl, wenn einem das Herz gebrochen wird. Der Text geht aber noch weiter: „Although it's always crowded, you still can find some room” – “Auch wenn es dort immer voll ist, findet man immer noch Platz”.

Das ist nötig und auch gut so. Denn wie eine aktuelle YouGov-Umfrage ergab, wurde zwei Dritteln (65 Prozent) der Deutschen schon einmal das Herz gebrochen, weniger als jedem Dritten (28 Prozent) noch nie. Und die Herzschmerz-Erfahrung zieht sich durch nahezu alle Bevölkerungsgruppen: Egal, welche Altersgruppe, welches Geschlecht oder welche Parteipräferenz. Egal, ob städtisch, ländlich oder vorstädtisch wohnend, ob im Osten oder Westen: Überall wurde der Mehrheit schon einmal das Herz gebrochen.

Interessant ist aber: Die Frage, ob sie selbst schon einmal jemandem das Herz gebrochen haben, bejahten nur zwei von fünf Befragten (41 Prozent). Hoch ist hier vor allem die Zahl derer, die sich zur Frage nicht äußern wollten: Jeder Vierte (24 Prozent) wählte die Antwort „Keine Angabe./Weiß nicht.“ Es scheint möglich, dass es manch einem peinlich ist, über den Herzschmerz zu reden, der jemand anderem angetan wurde. Oder es ist manchmal einfach schwer zu sagen, ob jemand gut über eine Trennung hinwegkommt – oder sich einige Zeit in Elvis Presleys „Heartbreak Hotel“ aufhalten wird.

Im Dezember 2013 hatte YouGov die selben Fragen auch in den USA und im Vereinigten Königreich gestellt. Während die Werte auf der Insel mit denen in Deutschland vergleichbar waren, war der Anteil der Amerikaner, denen schon einmal das Herz gebrochen wurde, wesentlich größer.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1.027 Personen im Zeitraum vom 16.03. bis 19.03.2015 repräsentativ befragt.

Fotos: Natacha Pisarenko/AP/Press Association Images / Thibault Camus/AP/Press Association Images (Umfragebild)

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