YouGov-Umfrage zu Verpackungspräferenzen ausgewählter Sorten von konserviertem Gemüse
Neues Jahr, neue Vorsätze – mit dem Jahreswechsel nehmen sich viele Menschen vor, bewusster zu leben, sei es durch gesündere Ernährung oder nachhaltigere Konsumentscheidungen. Verpackungen rücken dabei zunehmend auch in den Fokus der Neujahrsvorsätze: Initiativen wie die „Plastikfrei-Challenge“ zeigen, dass gerade im Januar viele Verbraucher einen genaueren Blick auf ihre Produktverpackungen werfen.
Im Folgenden untersuchen wir die bevorzugten Verpackungsarten der Deutschen für ausgewählte Produkte aus der Warengruppe konserviertes Gemüse. Diese Kategorie ist nicht nur vielseitig in den Sorten, sondern auch in den Verpackungsformen – vom klassischen Glas über die Konserve bis hin zur Tiefkühl-Pappschachtel oder dem Standbodenbeutel. Wir haben einen Blick darauf geworfen, wie häufig konserviertes Gemüse in den Einkaufswagen der Deutschen landet und wie sich die Verpackungspräferenzen je nach Gemüsesorte unterscheiden.
Heavy Buyer von konserviertem Gemüse: Jünger und familienorientiert
Konserviertes Gemüse ist beliebt bei deutschen Verbrauchern. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov Surveys im Dezember 2025 mit 2.045 Teilnehmenden kaufen sieben von zehn Deutschen (68 Prozent) mindestens einmal im Monat konserviertes Gemüse – diese Gruppe wird im Folgenden als Heavy Buyer bezeichnet. Demgegenüber stehen die Light Buyer, die konserviertes Gemüse lediglich alle zwei bis drei Monate oder noch seltener erwerben. Mehr als jeder Zehnte (13 Prozent) greift sogar mehrmals pro Woche zu.
Auffällig ist vor allem die erhöhte Kaufintensität von konserviertem Gemüse bei den 30- bis 44-Jährigen: Sieben von zehn Personen in dieser Altersgruppe zählen zu den Heavy Buyern. Dieses Muster spiegelt sich auch in den Lebensphasen wider, da Heavy Buyer vermehrt im Lebenszyklus junger Familien anzutreffen sind (Heavy: 16 Prozent; Light: 7 Prozent). Bei den Light Buyern hingegen dominieren aktive Empty Nester, die also seltener konserviertes Gemüse kaufen (Heavy: 22 Prozent; Light: 29 Prozent). Diese Unterschiede reflektieren auch die Lebenssituation: Fast die Hälfte der Heavy Buyer (47 Prozent) ist verheiratet (Light: 40 Prozent), und knapp ein Drittel lebt in Haushalten mit drei oder mehr Personen (Light: 20 Prozent).

Glas, Konserve oder Pappschachtel? So unterscheiden sich die Präferenzen
Beim Kauf von konserviertem Gemüse spielt nicht nur die Sorte eine Rolle, sondern auch die Verpackung. Die Analyse der bevorzugten Verpackungsarten zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Gemüsekategorien. Besonders beliebt sind Gläser, wobei die Stärke dieser Präferenz je nach Sorte unterschiedlich ausgeprägt ist.
Bei Erbsen und Möhren sind die Vorlieben nahezu gleich verteilt: Rund ein Drittel der Deutschen bevorzugt Konserven (31 Prozent) oder Gläser (30 Prozent), während auch die Tiefkühl-Pappschachtel mit 27 Prozent große Beliebtheit genießt. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Bohnen, allerdings mit klarerer Abstufung: Gläser liegen mit 33 Prozent vorn, gefolgt von Konserven (27 Prozent) und Pappschachteln (24 Prozent). Beim Sauerkraut, erreicht auch der Standbodenbeutel ein vergleichbar hohes Niveau. Dennoch führt hier die Glasverpackung (29 Prozent), vor Konserven (24 Prozent), Standbodenbeutel (23 Prozent) und Tiefkühl-Pappschachtel (13 Prozent). Beim Weihnachtsklassiker Rotkohl hingegen gibt es einen eindeutigen Favoriten: Zwei Fünftel der Deutschen (41 Prozent) präferieren Glas, während die Tiefkühl-Pappschachtel (19 Prozent), Standbodenbeutel (16 Prozent) und Konserven (14 Prozent) deutlich dahinterliegen.

Standbodenbeutel und Pappschachteln: Beliebter bei Heavy Buyern
Ein Blick auf die unterschiedlichen Käufergruppen zeigt: Vor allem Heavy Buyer von konserviertem Gemüse bevorzugen häufiger Verpackungsformen wie Standbodenbeuteln oder Tiefkühl-Pappschachteln – im Gegensatz zu Light Buyern, die diese Optionen deutlich seltener wählen. Von den Sauerkraut-Konsumenten, präferieren 28 Prozent der Heavy Buyer den Standbodenbeutel, verglichen mit 22 Prozent der Light Buyer. Beim Rotkohl beträgt der Anteil 19 Prozent (Light: 15 Prozent).
Zur besseren Veranschaulichung der unterschiedlichen Verpackungsformate wurden den Befragten im Rahmen der Umfrage entsprechende Bilder gezeigt. Abgefragt wurde eine Präferenz, nicht aktuelles Kaufverhalten. Die Auswahl der Verpackungsoptionen erfolgte daher je Gemüsesorte einheitlich und unabhängig von der aktuellen sortenspezifischen Verfügbarkeit im Handel.
Glas-Bevorzuger kennzeichnen sich durch Nachhaltigkeitsorientierung und reflektiertes Konsumverhalten
Im Fokus stehen nun Befragte, die bei allen ausgewählten Gemüsearten das Glas bevorzugen. Analysiert werden die signifikanten Unterschiede im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Die Gruppe der „Glas-Bevorzuger“ unterscheidet sich in mehreren Punkten deutlich. Insights aus YouGov Profiles zeigen, dass Nachhaltigkeit für Sie eine zentrale Orientierung darstellt: Für fast jeden Zweiten dieser Gruppe (46 Prozent) ist Umweltfreundlichkeit bei Lebensmitteln sehr wichtig (vs. 36 Prozent in der Gesamtbevölkerung), und 23 Prozent sind voll und ganz bereit, für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen (vs. 15 Prozent Gesamtbevölkerung). Diese Haltung spiegelt sich auch in konkretem Verhalten wider, etwa beim Kauf gebrauchter Produkte (57 Prozent vs. 44 Prozent Gesamtbevölkerung) und in einer stärkeren Vermeidung bestimmter Nahrungsmittelzutaten.
Bei der Produktauswahl spielen glaubwürdige Qualitätsmerkmale eine zentrale Rolle: Bio wird von über einem Drittel (35 Prozent) der Glas-Bevorzuger als relevant genannt (vs. 27 Prozent Gesamtbevölkerung), Fair-Trade-Labels von 38 Prozent (vs. 30 Prozent Gesamtbevölkerung). Gleichzeitig ist die Gruppe kritisch gegenüber oberflächlichen Marketingversprechen und Werbung – Aussagen wie „Ich vertraue den Werbeanzeigen im Fernsehen nicht“ finden hier deutlich mehr Zustimmung (63 Prozent vs. 55 Prozent Gesamtbevölkerung).
Auch das Kaufverhalten wirkt reflektierter: Impulskäufe, schicke Verpackungen oder Preisignoranz werden von den „Glas-Bevorzugern“ deutlich häufiger abgelehnt als von der Gesamtbevölkerung. Damit entsteht das Bild einer Konsumentengruppe, die bewusst und planvoll einkauft, ökologische Werte priorisiert und sich nicht leicht von Marketingreizen leiten lässt. Anbieter von konserviertem Gemüse im Glas sollten diese Haltung gezielt adressieren, indem sie insbesondere auf glaubwürdige Bio‑Qualität, recyclingfähige Verpackungen und transparente Nachhaltigkeitskommunikation setzen, um diese Käufergruppe überzeugend abzuholen.
Methode:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 01. und 03.12.2025 insgesamt 2.045 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Die Daten der Befragung wurden daraufhin mit Daten aus dem Zielgruppensegmentierungstool YouGov Profiles verknüpft - einer ständig wachsenden Daten-Quelle mit mehr als 2 Millionen Datenvariablen von mehr als 29 Millionen YouGov-Panelisten weltweit. Datensatz vom 30.11.2025.









