Umfrage: Raserurteil trifft auf breite Zustimmung

Umfrage: Raserurteil trifft auf breite Zustimmung

Es war eines der Gesprächsthemen der Woche: das Mordurteil für zwei Raser in Berlin.

Die bundesweit erste Verurteilung zweier Autoraser wegen Mordes trifft bei den Erwachsenen in Deutschland auf sehr breite Zustimmung. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Fast 90 Prozent antworteten auf die Frage, ob das Strafmaß für das Vergehen richtig sei, mit "auf jeden Fall" (70 Prozent) oder aber mit "eher ja" (18 Prozent). 

"Auf keinen Fall" sagten demnach nur 3 Prozent, "eher nicht" 5 Prozent. Der Rest machte keine genaue Angabe. Auffällig: Bei den befragten Männern antworteten 11 Prozent mit "Auf keinen Fall/eher nicht", bei den Frauen nur 6 Prozent.

Nach Altersgruppen geordnet war die Auf-jeden-Fall-Zustimmung bei den jüngsten Befragten (18 bis 29 Jahre) mit 56 Prozent am geringsten. In den übrigen Altersgruppen lag sie bei 70 Prozent und mehr.

Zwei Männer waren am Montag für ihr Rennen am Berliner Kurfürstendamm, bei dem ein Unbeteiligter zu Tode kam, zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Es war bundesweit der erste Fall, in dem Raser des Mordes schuldig gesprochen wurden. Das Urteil des Berliner Landgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

Laut YouGov-Umfrage findet auch die weitergehende Fragestellung, dass illegale Autorennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern grundsätzlich als Straftatbestand, zu ahnden sein sollten, breite Zustimmung. "Auf jeden Fall" sagten 81 Prozent, "eher ja" 13 Prozent. "Eher nicht" meinten lediglich 2 Prozent, "auf keinen Fall" nur ein Prozent. Der Rest machte keine Angabe.

Eine Reihe von Bundesländern brachte kürzlich einen Gesetzentwurf auf den Weg, illegale Autorennen als Straftatbestand zu ahnden, was demnach bis zu zwei Jahre Gefängnis und einen Entzug des Führerscheins bedeuten würde.

Im Zuge einer YouGov-Umfrage wurden in Deutschland 1017 Personen im Zeitraum vom 28.Februar bis 03. März 2017 repräsentativ befragt.

Text: YouGov / dpa

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