Vier von fünf Deutschen für Alkoholverbot im Nahverkehr

Vier von fünf Deutschen für Alkoholverbot im Nahverkehr
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Auf der Straße, im Stadion und im Zug: Viele Deutsche würden Alkohol gerne aus dem öffentlichen Raum verbannen.

Wer zum ersten Mal in die USA reist, dem könnten dort die Papiertüten auffallen, in denen manch einer seine Schnapsflasche versteckt. Denn der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ist fast im ganzen Land verboten. Nicht so in Deutschland. Vor allem junge Leute nehmen sich ein „Wegbier“ mit, wenn sie in Richtung Disco oder Kneipe ziehen. Und viele Arbeitnehmer genehmigen sich im Zug oder im Park ein Feierabendbier.

Doch ginge es nach der Mehrheit der Deutschen, sollte der Alkoholkonsum an vielen dieser Orte verboten werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Demnach würden zwei von drei Befragten (66 Prozent) Alkohol aus Fernverkehrszügen verbannen, aus dem Nahverkehr sogar noch mehr (82 Prozent). Das „Wegbier“ ist 53 Prozent ein Dorn im Auge, und selbst im Park würden 44 Prozent den Konsum von Alkohol verbieten.

Immer wieder diskutiert (und bei „Hochrisikospielen“ sowie vielen internationalen Spielen auch durchgesetzt) ist ein Alkoholverbot im Fußballstadion. Grundsätzlich so etwas einzuführen, auch das käme bei der Mehrheit der Befragten (56 Prozent) gut an.

In den meisten Fällen sind es vor allem die Älteren, die für ein Alkoholverbot plädieren. So ist ein doppelt so großer Anteil der Über-55-Jährigen (70 Prozent) dafür, Fußgängern im Straßenverkehr das „Wegbier“ zu verbieten, wie bei den 18- bis 24-Jährigen (33 Prozent). Auf der Straße wie auch im Stadion würde eine Mehrheit der Jungen (und auch der 25- bis 34-Jährigen) den Konsum von Alkohol erlauben.

Und auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen sind in allen Fällen signifikant häufiger für ein Verbot als Männer.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2143 Personen im Zeitraum vom 29. April bis 6. Mai 2016 repräsentativ befragt.

Hier geht's zum kostenfreien Download der Befragungsergebnisse.

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