Umfrage: Viele Europäer üben Kritik an Ecuadors Verhalten

Umfrage: Viele Europäer üben Kritik an Ecuadors Verhalten
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Mehr als ein Drittel der Deutschen (37 Prozent) finden das Verhalten von Ecuador falsch, Wikileaks Gründer Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gewährt zu haben. Ebenfalls 37 Prozent halten die Entscheidung Ecuadors für richtig. Hinsichtlich dieser Meinung stehen die Deutschen relativ alleine in Europa dar. Besonders Länder wie Großbritannien und Schweden nehmen dazu eindeutiger Stellung: Die Mehrheit der Briten (59 Prozent) und der Schweden (65 Prozent) halten die Position Ecuadors für nicht richtig.

Assange wird wegen Vergewaltigungsvorwürfen von Schweden gesucht und flüchtete in die ecuadorianische Botschaft in London, um seiner Auslieferung zu entgehen. Laut Abkommen sind Botschaften diplomatisches Gebiet, das die britische Polizei nicht betreten darf.

Trotzdem sind sich 59 Prozent der Deutschen einig, dass die britische Polizei die traditionellen Abkommen respektieren und die Botschaft zur Verhaftung Assanges nicht betreten sollte. Nur 26 Prozent stimmen für eine Verhaftung Assanges durch Großbritanniens Polizei, die auf legale Weise über ein kaum bekanntes Gesetzt die Botschaft betreten könnte. Ähnlicher Meinung sind die europäischen Länder wie Großbritannien, Dänemark, Schweden oder Finnland. Nur die Franzosen stimmen mit 43 Prozent für ein Eindringen britischer Polizisten in die Botschaft und 40 Prozent dagegen.

Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov Umfrage, für die insgesamt 1016 Deutsche vom 24. bis 29. August befragt wurden. Zusätzlich wurden auch die Länder Großbritannien (1763 Personen), Frankreich (1043 Personen), Dänemark (1009 Personen), Schweden (1008 Personen), Finnland (995 Personen) und Norwegen (943 Personen) untersucht.

Bild: dpa

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