Homo-, bisexuell, Transgender oder non-binär? Die Spanier outen sich am häufigsten

Homo-, bisexuell, Transgender oder non-binär? Die Spanier outen sich am häufigsten

Eine YouGov-Umfrage in acht westlichen Ländern zeigt, wie unterschiedlich die Einstellungen der Menschen zur LGBTQ+ Community ist.

In Deutschland fühlt sich jeder Vierzehnte (7 Prozent) der LGTBQ+ Gemeinschaft zugehörig, während jeder Vierte (24 Prozent) angibt, sich zwar persönlich nicht als Teil der LGBTQ+ Community zu identifizieren, aber enge Freunde / Familienmitglieder zu haben, die dies tun. Die Mehrheit der Deutschen (61 Prozent) antwortet jedoch, selbst weder Teil dieser Community zu sein, noch enge Freunde oder Familienmitglieder zu haben, die dies sind.

 

Unter den befragten Ländern hat Spanien den höchsten Anteil an Menschen, die sich persönlich mit der LGBTQ+ Community identifizieren (10 Prozent). Am zweithäufigsten sagen dies US-Amerikaner (8 Prozent), an dritter Stelle folgen die Briten, Franzosen und Deutschen mit jeweils 7 Prozent. Mehr als die Hälfte der Spanier (55 Prozent) gibt an, sich zwar persönlich nicht als Teil der LGBTQ+ Community zu identifizieren, aber enge Freunde / Familienmitglieder zu haben, die dies tun. Auch hierbei erzielen die Spanier unter den 8 befragten Ländern den höchsten Wert.

Die Mehrheit der Deutschen würde ein sich outendes Familienmitglied unterstützen

5 Prozent der befragten Deutschen geben an, dass sie ihr Kind, ihre Geschwister oder ein enges Familienmitglied unterstützen würden bzw. hilfsbereit wären, wenn sie sich als lesbisch, schwul oder bisexuell outen würden, während 11 Prozent angeben, dass sie es nicht wären. Zudem würden 66 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer ihre Angehörigen ebenfalls unterstützen, wenn diese Transgender oder nicht-binär wären. Hingegen wäre jeder Achte (14 Prozent) diesbezüglich nicht unterstützend oder hilfsbereit.

 

Auch bei dieser Frage stechen erneut die Spanier besonders hervor: Sie würden am ehesten Verständnis und Hilfsbereitschaft zeigen, wenn sich ein Familienmitglied sowohl als lesbisch, schwul oder bisexuell (91 Prozent) als auch als Transgender oder nicht-binär (87 Prozent) outen würde.

Währenddessen zeigt Frankreich die geringste Bereitschaft zur Akzeptanz. Nur etwa drei von fünf Franzosen (57 Prozent) geben an, dass sie einem lesbischen, schwulen oder bisexuellen Familienmitglied beistehen würden. Knapp weniger als die Hälfte (47 Prozent) würde ihre Verwandten, die sich als Transgender oder nicht-binär outeten, unterstützen.

 

Methodik: 

Diese Umfrage basiert auf YouGov-Daten von ca. 10.000 Personen ab 18 Jahren in Deutschland, den USA, Spanien, Italien, Schweden, Dänemark, Frankreich und dem Vereinigten Königreich mittels standardisierter Online-Interviews. Die Befragung wurde vom 7. bis 14. Juni 2021 durchgeführt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die jeweiligen Bevölkerungen ab 18 Jahren.

 
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