Internationaler COVID-19-Tracker: Update 18. April

Internationaler COVID-19-Tracker: Update 18. April

Neueste Zusammenfassung der wöchentlichen Ergebnisse

In dieser Woche gab es in Kanada und Dänemark die größten Veränderungen bezüglich der Angst vor Ansteckung: In beiden Ländern sank die Zahl jener Menschen, die sehr oder eher große Angst vor einer Ansteckung mit COVID-19 haben, um 9 Prozentpunkte auf 60 Prozent in Kanada und auf 44 Prozent in Dänemark. Der stärkste Anstieg des Angstniveaus ist wiederum in Schweden zu verzeichnen, wo die Zahl von 47 Prozent auf 53 Prozent anstieg. In anderen Ländern sind die Zahlen weitgehend stabil.

Die deutlichsten Verhaltensänderungen

Die dramatischste Verhaltensänderung seit der letzten Befragung fand in Singapur statt, wo der Anteil der Menschen, die in der Öffentlichkeit eine Mundschutzmaske tragen, von 37 Prozent auf 73 Prozent in die Höhe schnellte. Die 37 Prozent der Vorwoche waren bereits ein Allzeithoch gewesen. Wenn es um den Schutz durch eine Maske geht, ziehen die Singapurer nun mit dem Rest Asiens gleich. Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (von 25 Prozent auf 79 Prozent), den USA (von 20 Prozent auf 49 Prozent) und Mexiko (von 11 Prozent auf 59 Prozent) gab es erhebliche Zunahmen bei der Verwendung von Gesichtsmasken.

 

Im Vergleich zur letzten Woche zeigen mehrere Länder deutliche Unterschiede bezüglich der Zahl jener Menschen, die es vermeiden, zur Arbeit zu gehen. Erhebliche Zuwächse gab es in Singapur (um 16 Prozentpunkte auf 47 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (ebenfalls um 16 Prozentpunkte auf 49 Prozent) und Saudi-Arabien (um 11 Prozentpunkte auf 54 Prozent). In Finnland ging der Anteil der Personen, die das Büro meiden, um 12 Prozentpunkte auf 18 Prozent zurück.

Die anderen auffälligsten Veränderungen fanden in Skandinavien statt: Der Anteil der Dänen, die kein rohes Fleisch verzehrten, sank um 12 Prozentpunkte auf 7 Prozent, während die Zahl jener Dänen, die es unterließen, öffentliche Objekte wie Aufzugknöpfe zu berühren, um 12 Prozentpunkte auf 47 Prozent sank. Die Zahl der Norweger, die Touristen meiden, ist um 13 Prozentpunkte auf 37 Prozent, und die Zahl jener Norweger, die es vermeiden, Gegenstände in der Öffentlichkeit zu berühren, um 11 Prozentpunkte auf 63 Prozent gesunken. Die Zahl der Finnen, die ihre persönliche Hygiene zum Beispiel durch häufigeres Händewaschen verbessern, ist ebenfalls um 10 Prozentpunkte auf 72 Prozent zurückgegangen.

Wie gut sind die Regierungen mit der Krise umgegangen?

Unser Tracker analysiert, wie die Länder den Umgang ihrer Regierungen mit der Krise bewerten. Er findet die niedrigsten Zustimmungsraten in Japan mit 30 Prozent sowie in Spanien und Frankreich mit jeweils 38 Prozent. Es ist jedoch erwähnenswert, dass diese Zahl in Japan seit letzter Woche um 8 Prozentpunkte gestiegen ist, während sich die Zahlen in Frankreich und Spanien weniger stark verändert haben. Dies sind die einzigen drei Länder, in denen der Anteil derer, die meinen, dass die Regierung gute Arbeit leistet, niedriger ist als der Anteil derer, die meinen, dass sie schlechte Arbeit leistet. Aber auch die öffentliche Meinung in Mexiko (48 Prozent gut, 47 Prozent schlecht) und den USA (49 Prozent gut, 45 Prozent schlecht) ist sehr gespalten.

 

Überall sonst überwiegt bei weitem die Zufriedenheit gegenüber der Unzufriedenheit. Am häufigsten sagen die Vietnamesen (95 Prozent) und Inder (92 Prozent), dass ihre Regierung die Krise gut bewältigt. Außerhalb Asiens gibt es die höchsten Zustimmungsraten in Australien (82 Prozent), Dänemark und Norwegen (jeweils 81 Prozent).

Foto: dpa

Unser globaler COVID-19-Tracker untersucht Ansichten und Verhaltensweisen von wöchentlich über 25.000 Menschen auf der ganzen Welt in Zeiten der Krise. Die globalen Ergebnisse sind auf Englisch hier verfügbar.

YouGov bietet eine sich laufend aktualisierende Übersichtsseite mit Umfrage-Ergebnissen und Daten rund um das Coronavirus an. Die Seite kann hier eingesehen werden: https://yougov.de/coronavirus_ergebnisse_update

 

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