Die Satire-Partei die PARTEI spricht besonders die junge Bildungselite an

Die Satire-Partei die PARTEI spricht besonders die junge Bildungselite an
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Die PARTEI ist besonders bei Männern, jüngeren Wahlberechtigten und hoch Gebildeten (Abitur, Studium) bekannt. 

Wer nach der personifizierten Demotivation sucht, der sollte sich den neuen Wahlwerbespot der PARTEI anschauen. Wie lustlos Spitzenkandidat Nico Semsrott nicht versucht, die Nichtwähler anzusprechen, ist bemerkenswert. Dass sich hinter den Botschaften der Partei komplexe Politikkritik verbirgt, ist nur einer kleinen Gruppe von Wählern bekannt. Häufig sorgt sie mit ihren Aktionen für Verwirrung in der Bevölkerung.

Wer kennt die PARTEI

Sechs von zehn Wahlberechtigten kennen Die PARTEI. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Studie. Dabei sinkt die Bekanntheit mit dem Alter und steigt mit dem Bildungsgrad. Besonders Männer, jüngere Wahlberechtigte und hoch Gebildete (Abitur, Studium) kennen die Satire-Partei. Vier von Hundert können sich grundsätzlich vorstellen, diese zu wählen, besonders jüngere und gut gebildete Befragte.

Nur vier von 100 wissen: Serdar Somuncu ist Kanzlerkandidat

Der PARTEI wird oft vorgeworfen, eine Spaßpartei zu sein. Die Wähler, die die PARTEI kennen, sehen das in der Tendenz anders: Gerade die Kernzielgruppen (jung und gut gebildet) sehen in der Arbeit der PARTEI eine satirische Auseinandersetzung mit Politik, die über reinen Spaß hinausgeht. Wahr ist aber auch: Die PARTEI bleibt für viele diffus. Weit mehr als ein Drittel äußert zu der Frage nach der Ernsthaftigkeit der Partei keine klare Meinung.

Viele der Spitzenkandidaten sind bekannt aus dem Bereich Comedy. So wie der Vorsitzend Martin Sonneborn oder Spitzenkandidat Shahak Shapira. Mit Serdar Somuncu hoffen die Politiker auf den ersten türkischen Bundeskanzler. Doch viele werden ihr Kreuzchen nicht für den meinungsfreudigen Kabarettisten setzen, denn nur vier von 100 Wahlberechtigen wissen überhaupt, dass er für die PARTEI ins Rennen geht. Die vier Wochen bis zur Bundestagswahl sollten also noch genutzt werden, Wahlkampf für den „Kançler“ zu machen.

Die Ergebnisse der Studie können unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://ow.ly/Rprx30eKzqy

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2016 Personen ab 18 Jahren vom 11.-15.08.2017 repräsentativ befragt. Zusätzlich wurden Daten zu Soziodemografie und politischen Einstellungen aus der YouGov-Datenbank verwendet. Die mit den Connected-Data-Analyse-Tool YouGov Profiles analysierten Daten stammen aus einem wöchentlich aktualisierten, bevölkerungsrepräsentativ gewichteten Datensatz aus den letzten 12 Monaten (Stand: 15.08.2017). Die Datenerhebung erfolgt kontinuierlich. Mehr darüber finden Sie hier.

Foto: dpa

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