Studie zur Digitalisierung: Online und Offline verschmelzen zunehmend

Studie zur Digitalisierung: Online und Offline verschmelzen zunehmend

Schon heute verändert die Digitalisierung das Leben der Menschen in Deutschland und stellt Unternehmen vor immense Herausforderungen.

Die vollständige Studie "Digitale Innovation" kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

Für Anbieter von Produkten und Dienstleistungen wird es zunehmend komplexer, ihre Zielgruppen erfolgreich zu erreichen. Ein wesentlicher Grund: Online und Offline verschmelzen zunehmend, auch getrieben durch neue Entwicklungen wie Virtual Reality oder Internet der Dinge. Potenzielle Kunden werden dadurch von Unternehmen häufig nicht zielgerichtet angesprochen, kostspielige Marketingmaßnahmen verpuffen.

Schon jetzt sind 86 Prozent der Deutschen in irgendeiner Form mit dem Internet vernetzt. Doch das Internet als eigener Mikrokosmos stirbt, denn die Grenzen zwischen Online- und die Offline-Welt verschwimmen immer mehr. Unternehmen, insbesondere Marketing- und Vertriebsabteilungen, sehen sich erheblichen Herausforderungen, aber auch großen Chancen gegenüber. Dies zeigt die großangelegte Studie "Digital innovation: surviving the next wave of change", die im Rahmen des Launchs des neuen YouGov Reports Portals zum kostenfreien Download zur Verfügung steht.

So genannte „Early Adopter“ (Menschen, die die neuesten technischen Errungenschaften oder die neuesten Varianten von Produkten oder modischen Accessoires vor allen anderen nutzen) spielen in der Kommunikationsstrategie eine besondere Rolle als Multiplikatoren und sollten deshalb gezielt angesprochen werden. Doch diese erreicht man keineswegs nur online: So suchen 43 Prozent der besonders internetaffinen Early Adopter häufig nach Produkten oder Dienstleistungen auf ihrem Smartphone, nachdem sie diese auf einem Werbeplakat sehen. Viele Unternehmen machen den Fehler, das Internet nur als einen unabhängigen, separaten Kanal zu sehen. Dabei ändert sich durch die Digitalisierung die gesamte Lebenswirklichkeit der Konsumenten und damit nicht nur die Kommunikation, sondern auch der Bedarf der potentiellen Kunden. Eine zielgerichtete Multichannel-Strategie, die sich an den Bedürfnissen und am Verhalten der Kunden ausrichtet, ist daher unerlässlich.

Aber nicht nur Early Adopter, sondern auch andere Zielgruppen, werden erst besonders effektiv durch die richtige Kombination von Maßnahmen erreicht. Die Art des zu wählenden Kanals ist je nach Alter unterschiedlich. So sind zum Beispiel Werbeplakate im Vergleich zu anderen Kanälen bei Millennials besonders erfolgreich. Jeder Fünfte (21 Prozent) in dieser Zielgruppe sagt, dass er hierüber erreicht wird. Das Radio liegt hingegen mit 29 Prozent bei den 35- bis 54-Jährigen vorn, Werbung im TV (52 Prozent), in Zeitungen (33 Prozent) oder persönlich adressierte Werbung per Post (37 Prozent) bei den Älteren (55+ Jahre).

74 Prozent der Deutschen sind der Ansicht, dass es schon heute zu viele Informationsquellen gibt.

Relevanz ist der Schlüssel zum Erfolg beim Kunden

Damit die Digitalisierung für Unternehmen nicht zum Todesurteil wird, müssen sie ihre Zielgruppe detailliert analysieren, Produkte zielgerichtet entwickeln und die Kommunikation entsprechend ausrichten. Relevanz wird immer mehr der Schlüssel zum Kunden und damit zum Erfolg. Doch bei den Entwicklungen rund um die Digitalisierung zeigen sich nicht unerhebliche Vorbehalte auf Seiten der Verbraucher.

So glauben 74 Prozent der Deutschen, man müsse aufpassen, dass künstliche Intelligenz nicht außer Kontrolle gerate. Die Sorgen und Vorbehalte müssen ernst genommen werden. Sie werden den Trend der Digitalisierung zwar nicht aufhalten, aber beeinflussen. Sobald der Mehrwert aus Sicht der Verbraucher eine gewisse Schwelle übersteigt, bewegen sich die Hürden in den Hintergrund. Es ist die Aufgabe von Unternehmen, die Vorbehalte aktiv anzugehen und mit entsprechender, relevanter Kommunikation zu reagieren. Hier werden noch immer große Fehler gemacht. Der Erfolg von Adblockern ist beispielsweise ein Zeichen dafür.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

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