Drei Viertel der Deutschen telefonieren privat während der Arbeitszeit

Drei Viertel der Deutschen telefonieren privat während der Arbeitszeit
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Auch andere außerberufliche Aktivitäten finden in den Büros und Arbeitsstätten des Landes statt, und es gibt wenig schlechtes Gewissen.

Deutsche Arbeitnehmer erledigen auch mal privates im Büro und denken der Chef macht es genauso. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von YouGov, die wir gemeinsam mit dem Statistik-Portal Statista veröffentlichen.

Vor allem kurze und informative Aktivitäten finden auf der Arbeit statt. Ganz vorne steht das private Telefonieren. Drei Viertel der deutschen Arbeitnehmer (76 Prozent) tun es. Immerhin noch sechs von zehn der Befragten gaben an, dass sie „auf der Arbeit“ auch privat im Internet surfen. Hier unterscheiden sich die Geschlechter: Frauen telefonieren mehr, Männer surfen eher. 82 Prozent der weiblichen, aber nur 69 Prozent der männlichen Befragten telefonieren privat. Männer durchforschen die Weiten des Internets etwas häufiger als ihre Kolleginnen (62 Prozent zu 56 Prozent).

Weiterführende Aktivitäten wie Online-Shopping oder das Browsen in Social Media-Portalen erlauben sich aber nur eine Minderheit der Arbeitnehmer. Ersteres tut knapp ein Viertel (24 Prozent), letzteres tuen 28 Prozent. Hier gibt es deutliche Generationsunterschiede.

Bei den 25- bis 35-Jährigen etwa surfen 36 Prozent bei Facebook und Co und genauso vielen shoppen bei Amazon, Ebay und anderen Online-Shopping-Portalen. In der Generation 55+ hingegen sind es mit 16 beziehungsweise 12 Prozent der Befragten nur halb so viele, die während des Jobs liken und sharen oder im Internet shoppen. Ganze 85 Prozent der Arbeitnehmer die 55 Jahre und älter sind telefonieren dagegen in privater Mission am Arbeitsplatz.

Und die befragten Arbeitnehmer haben in Bezug auf ihre nicht-beruflichen Aktivitäten mehrheitlich kein schlechtes Gewissen. 66 Prozent geben das an. Fast drei von zehn Befragten sagen immerhin, dass sie sich teilweise dabei nicht gut fühlten. Aber fast keiner (3 Prozent) bejaht die Frage nach dem schlechten Gewissen.

Ob das daran liegt, dass vermutet wird, dass Vorgesetzte mit schlechtem Beispiel vorangehen, beziehungsweise sich auch nicht anders verhalten? Jedenfalls sagen 77 Prozent, dass sie nicht denken, dass übergeordnetes Personal sich vorbildlicher verhält. Nur 15 Prozent denken, das sei zumindest teilweise der Fall und fast keiner (3 Prozent) sagt, dass Vorgesetzte weniger privates erledigen.

Insgesamt ist das Ausmaß der außerberuflichen Tätigkeiten aber gering. 57 Prozent der Befragten sagen, sie verwenden nur 15 Minuten pro Tag für private Angelegenheiten. Acht von zehn Deutschen (82 Prozent) geben an, dass sie nach 30 Minuten Arbeitszeit pro Tag die privaten Angelegenheiten erledigt haben. Nur 14 Prozent verwenden mehr als 30 Minuten tägliche Arbeitszeit für Privates.

Eine andere Umfrage hatte ergeben, dass nur 6 Prozent der Deutschen Arbeitnehmer auf die Mittagspause verzichten.

 Auf Basis des YouGov OmnibusB2B wurden auf Basis des YouGov OmnibusEmployee 543 Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung im Zeitraum vom 26. bis 28. August 2016 repräsentativ befragt.

Zum Beitrag von Statista.


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