Keine Mehrheit für Taxi-Liberalisierung

Keine Mehrheit für Taxi-Liberalisierung
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Viele Deutsche halten die Taxipreise in Deutschland für zu hoch – doch eine Liberalisierung des Marktes wollen nur Wenige.

Als der amerikanische Limousinen-Dienst Uber auch nach Deutschland expandieren wollte, landete er vor Gericht. Die Taxibranche sah sich durch die Konkurrenz aus dem Internet in seiner Existenz bedroht und klagte – weitgehend mit Erfolg. Auf dem stark regulierten Taxi-Markt in Deutschland – wo zum Beispiel die Fahrpreise von der Politik festgelegt werden - hat es Uber schwerer als anderswo.

Wenn es nach der Mehrheit geht, sollte sich das auch nicht so schnell ändern – auch wenn mehr als die Hälfte der Deutschen die Fahrpreise für zu hoch hält. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Demnach sagen 57 Prozent der Befragten, dass die Taxipreise in Deutschland zu hoch seien. 18 Prozent halten sie für gerade richtig, lediglich 2 Prozent sagen, sie könnten ruhig noch höher sein.

Und doch: Eine Liberalisierung des Taximarktes, um den Wettbewerb zu fördern, würden nur knapp drei von zehn Befragten (28 Prozent) befürworten, 38 Prozent wären dagegen. Auffällig: Besonders unbeliebt wäre eine Liberalisierung bei den Jungen. Von den 18- bis 24-Jährigen würde sie nur jeder fünfte Befragte befürworten.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden in Deutschland 1104 Personen im Zeitraum vom 27. November bis 1. Dezember 2015 repräsentativ befragt.

Foto: Gero Breloer/AP/Press Association Images

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