Zwei von drei Deutschen glauben an Liebe auf den ersten Blick

Zwei von drei Deutschen glauben an Liebe auf den ersten Blick
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Die Mehrheit der Deutschen glaubt an die Liebe auf den ersten Blick. Und jeder Siebte hatte Sex beim ersten Date. Teil eins unserer Serie zum Thema Liebe und Beziehungen.

Unzählige Filme, Bücher und Lieder haben sie zum Thema: Die Liebe auf den ersten Blick. Zwei Menschen treffen sich das erste Mal, und bevor das erste Wort gefallen ist, sind sie ineinander verliebt. Ob es sie wirklich gibt, darüber gibt es auch in der Wissenschaft verschiedene Ansichten. Während manche Forscher sie für absolut real halten, gibt es auch Studien, die das Gegenteil belegen wollen.

Doch die Mehrheit der Deutschen sagt: Es gibt sie. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage. Dabei gaben knapp zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) an, dass sie an die Liebe auf den ersten Blick glauben – und zwar Männer gleichermaßen wie Frauen.

Zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen gibt es ebenfalls nur kleine Unterschiede. Zwar ist der Anteil derer, die an die Liebe auf den ersten Blick glauben, unter den älteren Befragten etwas größer (66 Prozent), aber auch unter den 18- bis 24-Jährigen sowie den 25- bis 34-Jährigen – jener Generation, der immer wieder eine zu berechnende und unromantische Herangehensweise an das Thema Liebe vorgeworfen wird – hat die Mehrheit (58 bzw. 55 Prozent) den Glauben nicht verloren.

Auch in den USA und in Großbritannien hat YouGov die Frage schon einmal gestellt. In beiden Ländern glaubte zwar auch die Mehrheit an „Love at first sight“, doch der Anteil war jeweils kleiner (54 bzw. 51 Prozent) als in Deutschland.

Vom Kennenlernen zur „exklusiven“ Beziehung

Aber wie und wo lernt man seinen Traumpartner oder seine Traumpartnerin am besten kenn? Auch darauf gibt die YouGov-Umfrage Antworten. Denn die Befragten wurden darin gebeten, sich an das erste Aufeinandertreffen mit ihrem aktuellen bzw. dem letzten Partner zu erinnern. Bei jedem Fünften (20 Prozent) fand dieses Treffen am Tag statt, bei jedem Siebten (15 Prozent) sorgten gemeinsame Freunde für das Kennenlernen. Bei 11 Prozent kam es beim ersten Treffen zum Kuss – deutlich weniger als in den Großbritannien. Und immerhin 7 Prozent hatten schon beim ersten Treffen Sex. Auf die Dauer der Beziehung scheint das übrigens keinen Einfluss zu haben: Auch von denen, die seit mindestens fünf Jahren mit ihrem aktuellen Partner oder der aktuellen Partnerin zusammen sind, hatten 6 Prozent beim ersten Treffen Sex.

Dieser erste Sex markiert gleichzeitig für gut jeden sechsten Befragten (18 Prozent) den Übergang zu einer „exklusiven“ Beziehung, in der man sich nicht mehr auf die Suche nach potentiellen anderen Partnern macht. Für 16 Prozent beginnt diese „Exklusivität“ schon mit dem ersten Kuss, für jeden Vierten (26 Prozent) nach einer entsprechenden Absprache und für jeden Dritten (31 Prozent) nach mehreren Dates. Für immerhin 11 Prozent der Befragten wird eine Beziehung allerdings erst weitaus später „exklusiv“: Mit der Hochzeit.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1409 Personen im Zeitraum vom 17. bis 21. Juli 2015 repräsentativ befragt.

Fotos: Guillem Lopez / Demotix/Demotix/Press Association Images

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