Krankenkassen: Nur jeder Vierte bewertet Fusionen grundsätzlich kritisch

Krankenkassen: Nur jeder Vierte bewertet Fusionen grundsätzlich kritisch

Gerüchte um eine spektakuläre Fusion machten Anfang 2011 die Runde und ließen Versicherer wie Versicherte aufschrecken. Entsprechende Meldungen wurden zwar dementiert, es stand aber die Frage im Raum, wie Deutschland Fusionen von Krankenkassen grundsätzlich beurteilt. Die Antwort: mehrheitlich neutral bis positiv.  Denn lediglich 25 Prozent aller Befragten beurteilen Fusionen und Zusammenschlüsse von gesetzlichen Krankenkassen generell kritisch. 40 Prozent werten diese neutral und etwa jeder Dritte würde sie sogar begrüßen.

Vor allem Männer sehen Vorteile. 43 Prozent aller männlichen Befragten und 28 Prozent aller Frauen werten Zusammenschlüsse und Fusionen von Krankenkassen grundsätzlich positiv. Zudem finden sich unter den Befürwortern vor allem die Älteren. 40 Prozent aller über 50-Jährigen würden Zusammenschlüsse und Fusionen positiv beurteilen. Zu den Kritikern gehört in erster Linie die Altersgruppe der 40 bis 49-Jährigen.

Was die Einkommenstruktur betrifft, lässt sich feststellen, dass die Zustimmung zu Fusionen und Zusammenschlüssen mit steigendem Haushaltsnettoeinkommen tendenziell zunimmt. Aus den Reihen der Befürworter hört man am häufigsten, dass entsprechende Fusionen die Verhandlungsposition gegenüber Politik und Industrie verbessern würde. Ebenfalls relevant ist die dadurch mögliche Verschlankung des Verwaltungsapparates und die Sicherung der Zukunft der gesetzlichen Krankenkassen.

Foto: dpa

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