Organspende: Deutsche uneinig über Spahns Widerspruchslösung

Organspende: Deutsche uneinig über Spahns Widerspruchslösung

46 Prozent sind für den Vorschlag des Bundesgesundheitsministers, dass zukünftig jeder Bürger somit automatisch Spender wäre, bis er oder Angehörige ausdrücklich widersprechen, dass nach seinem Tod Organe transplantiert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will eine Widerspruchslösung bei Organspenden einführen, nachdem die Zahlen der Organspender einen Tiefpunkt erreicht haben. Damit wäre jeder Bürger automatisch Spender, bis er Widerspruch einlegt. Die Deutschen sind dieser Idee gegenüber gespalten, wie eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt. 46 Prozent sind für die Lösung, 38 Prozent lehnen sie ab.

Viel deutlichere Zustimmungen zeigen sich auf der Wählerebene. Menschen, die bei der Bundestagswahl 2017 die SPD gewählt haben, stehen zu 57 Prozent hinter der Lösung von Spahn. Auch von den Wählern der anderen Parteien, außer der AfD, steht mehr als jeder Zweite hinter der Widerspruchslösung. Im Gegensatz dazu lehnen die AfD-Wähler deutlicher häufiger (56 Prozent) den Vorschlag des Gesundheitsministers ab.

Widerspruchslösung Organspende

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1886 Personen ab 18 Jahren am 03.09.2018 repräsentativ befragt.

Foto: dpa

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