Mehrheit sieht Hartz IV als Zeichen von materieller Armut an

Mehrheit sieht Hartz IV als Zeichen von materieller Armut an
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53 Prozent finden den aktuellen Hartz IV-Satz nicht angemessen.

In der aktuellen Debatte um Hartz IV wird immer wieder kritisiert, dass Menschen in Arbeitslosigkeit teilweise mehr verdienen als Menschen mit einem Job. Für Hartz IV-Bezieher lohne sich daher oft ein Einstieg in den Job nicht. Dass der Begriff Hartz IV jedoch weiterhin für mehr als die Hälfte der Deutschen mit materieller Armut gleichgesetzt wird, zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage in Zusammenarbeit mit Statista.

Drei von fünf Befragten (61 Prozent) sind der Meinung, dass Hartz IV-Empfänger grundsätzlich materiell arm sind. Dabei wurde materielle Armut definiert als z.B. eine mangelnde Befriedigung der Grundbedürfnisse nach Kleidung, Nahrung, Wohnung und Erhaltung des Lebens. Knapp ein Drittel (30 Prozent) ist gegenteiliger Meinung.

Weiterhin finden die Deutschen den aktuellen Hartz IV-Satz (bzw. Arbeitslosengeld 2) für Alleinstehende von monatlich 416 Euro plus Wohnkosten mehrheitlich nicht angemessen (53 Prozent). Gut jeder Dritte (36 Prozent) ist gegenteiliger Meinung. Besonders die Geringverdiener mit einem Haushaltnettoeinkommen unter 1000 im Monat halten den Betrag nicht für angemessen (68 Prozent), während es bei den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 4000 Euro nur noch zwei von fünf Befragten sind (41 Prozent).

Arme Hartz IV-Empfänger?

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1127 Personen ab 18 Jahren vom 16.-20.03.2018 repräsentativ befragt.

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