Food-Trends: Artgerecht und regional sind die beliebtesten Herstellungstrends

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Trendreport Food 2017

Köln, 30.03.2017. Der Lebensmittelmarkt in Deutschland ist attraktiv und geprägt durch einen harten Preiskampf. Nicht nur durch die kritische Auseinandersetzung von Verbrauchern und Verbänden mit konventionellen industriellen Herstellungsmethoden, sondern auch im Zuge der Produktdiversifizierung und des Marketings gewinnen verschiedene als Alternativen wahrgenommene Herstellungstrends an wirtschaftlicher Bedeutung. Dabei sind Herstellungs- beziehungsweise Produktionsweisen wie Lebensmittel aus artgerechter Haltung, regionale Lebensmittel, Lebensmittel aus fairem Handel (Fair Trade), Lebensmittel ohne Gentechnik oder Bio-Lebensmittel mit einer Bekanntheit zwischen 96 Prozent und 99 Prozent praktisch allen Deutschen ein Begriff. Etwas weniger bekannt sind hingegen Koscher (80 Prozent) oder Halal (61 Prozent) als Herstellungsarten. Betrachtet man die Beliebtheit der verschiedenen Nahrungsmittelherstellungsvarianten, werden Lebensmittel aus artgerechter Haltung und regionale Lebensmittel von den Deutschen am positivsten bewertet (82 Prozent und 81 Prozent). Fair gehandelte und gentechnikfreie Produkte bewerten jeweils rund 70 Prozent der Befragten positiv, Bio-Lebensmittel kommen bei 66 Prozent gut an. Dies sind Ergebnisse des zweiten Teils der Studie „Trendreport Food 2017“, mit dem Schwerpunkt Herstellung von Lebensmitteln, des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die über 3.223 Haushaltsentscheider und -mitentscheider ab 18 Jahren vom 22.02. bis 07.03.2017 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Bei der genaueren Betrachtung der Einstellungen zu den verschiedenen Herstellungstrends fällt auf, dass sich die Verbraucher uneins über die Bedeutung des Begriffs „regional“ sind. So verstehen 45 Prozent der Befragten unter Lebensmitteln aus der Region Produkte, die in einem 50 Kilometer-Umkreis produziert werden. Für zwei von fünf bedeutet regional einen Umkreis von bis zu 100 Kilometern. Ein Drittel (33 Prozent) kann sich hierunter zudem eine Verortung im gleichen Bundesland vorstellen, für jeden Zehnten (11 Prozent) kann sich regionale Herkunft auch auf Deutschland beziehen. Am Beispiel Bio-Lebensmittel zeigt sich zudem, dass die deutschen Verbraucher bestimmte Herstellungsarten mit einzelnen Produkten assoziieren und in diesem Kontext auch die Produktionsweise besser bewerten. So wird der Trend zu Bio-Fleisch von 77 Prozent der Deutschen positiv bewertet, obwohl der Bio-Trend selber im Vergleich mit den anderen Herstellungstrends etwas weniger positiv wahrgenommen wird.

„Aufgrund des starken Wettbewerbs und den hohen Ansprüchen der Verbraucher stehen Lebensmittelproduzenten unter Druck, mit den richtigen Trends die passenden Zielgruppen anzusprechen, um Marktanteile nicht an Mitbewerber zu verlieren“, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. „Das Wissen um die Bewertung der jeweiligen Trends durch die Konsumenten ist daher entscheidend, um erfolgreich attraktive Produkte auf dem Markt anzubieten und Potenziale zu nutzen.“

Über die Studie

Der „Trendreport Food 2017“ hilft Potenziale verschiedener Foodtrends einzuschätzen und diese für das Marketing und die Produktgestaltung zu nutzen. Die Studie beantwortet u. a. Fragen rund um die Themen Trendbekanntheit, Trendentwicklung, Zielgruppe (potenzielle und aktuelle Trendanhänger vs. Trendablehner) sowie weitere Themen, die für das Verständnis und die Beurteilung des jeweiligen Trends relevant sind. Während sich die erste Welle dem Thema Zusammensetzung widmet, stehen Herstellungs- und Produktionsweisen von Nahrungsmitteln im Mittelpunkt der zweiten Welle. Untersucht wurde die Bekanntheit und die Einstellung gegenüber folgender Herstellungstrends: Lebensmittel aus artgerechter Haltung, regionale Lebensmittel, Lebensmittel aus fairem Handel (Fair Trade), Lebensmittel ohne Gentechnik oder Bio-Lebensmittel, Koscher und Halal. Weitere Informationen über die Studie finden Sie unter: https://yougov.de/loesungen/reports/studien/trendreport_food_2017/

 

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