Mehrheit der Bürger spricht sich nach Anschlag von Berlin für mehr Polizei und Videoüberwachung aus

Mehrheit der Bürger spricht sich nach Anschlag von Berlin für mehr Polizei und Videoüberwachung aus
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In der Debatte um die Konsequenzen nach dem Anschlag von Berlin zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Wählern der deutschen Parteien.

Die Debatte über die Konsequenzen des Anschlages von Berlin ist in vollem Gange. Im Zuge dessen und weil gestern aufgrund der Bilder von Überwachungskameras nach kurzer Fahndung die Täter verhaftet wurden, die in einer Berliner U-Bahnstation einen Obdachlosen anzünden wollten, wurde in der deutschen Sicherheits-Debatte in den letzten Tage vor allem über Videoüberwachung diskutiert. In vielen Zeitungsartikeln wurde dabei eine YouGov-Umfrage zitiert, zu der uns Nachfragen erreichten.

Laut der Umfrage, die die wir im Auftrag der DPA durchgeführt haben, wünschen sich die Deutschen mehr Personal bei der Polizei, doch in der Frage der Videoüberwachung zeigen sich deutliche Unterschiede bei den Wählern der deutschen Parteien.

Zuallererst wünschen sich die Deutschen mehr Personal für die Polizei. Das sagen drei Viertel der Befragten (73 Prozent). 61 Prozent sprechen sich zudem für eine bessere Ausrüstung der Polizei aus und sechs von zehn Befragten (60 Prozent) wünschen sich mehr Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen in Deutschland. 

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Weniger Zustimmung bekommt die Forderung nach erweiterten Befugnissen der Bundeswehr bei Terroranschlägen. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) spricht sich dafür aus.

Bei der Befürwortung der vorgeschlagenen Maßnahmen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede bei den Anhängern deutscher Parteien. Weitgehend einig sind sich sowohl Wähler von CDU-CSU (78 Prozent), als auch etwa die der Grünen und Linkpartei (75 bzw. 73 Prozent), in der Frage nach mehr Personal bei der Polizei.

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Weitgehende Einigkeit - aber mit bereits größeren Unterschieden – zeigen die Wähler der im Bundestag vertretenen Parteien bei der Forderung nach besserer Ausrüstung der Polizei. Besonders Grünen-Wähler zeigen sich hier kritisch, doch auch in dieser Gruppe befürworten mehr als 50 Prozent entsprechende Maßnahmen.

Deutliche Unterschiede zeigen sich bei der Zustimmung zur Videoüberwachung. 72 Prozent der CDU-CSU-Anhänger sprechen sich für mehr Videoüberwachung öffentlicher Plätze aus, doch bei den Grünen sind es nur 49 Prozent. Die Wähler der Linkspartei zeigen sich hier noch ein bisschen kritischer (48 Prozent Zustimmung).

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Die deutlichsten Unterschiede zeigen sich bei der Forderung nach erweiterten Befugnissen für die Bundeswehr  bei Terroranschlägen. Fast doppelt so häufig fordern dies Befragte, die 2013 bei den Bundestagswahlen ihr Kreuz bei CDU-CSU gemacht haben (60 Prozent) im Vergleich zu denen, die Bündnis 90/Die Grünen oder die Linkspartei gewählt haben (36 bzw. 35 Prozent).

Eine YouGov-Umfrage Ende August 2016 hatte ähnliche Werte von mehr als 60 Prozent Zustimmung zur Nutzung von Überwachungskameras bei der Aufklärung von Terroranschlägen und Gewalttaten ermittelt.


Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 2083 Personen im Zeitraum vom 21. bis 23. Dezember 2016 repräsentativ befragt. Die vollständige Fragestellung lautete: „In Berlin ist vorgestern ein Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt mit mehreren Toten verübt worden. Halten Sie eine oder mehrere der folgenden Konsequenzen als Reaktion auf diesen Anschlag für sinnvoll? Bitte wählen Sie alles Zutreffende aus.“ Mehrfachantworten waren möglich.

Foto: pexels.com

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