Sommerzeit: Mehrheit gegen Zeitumstellung

Sommerzeit: Mehrheit gegen Zeitumstellung
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Zwei von fünf Deutschen litten nach Beginn der Sommerzeit schon einmal an Schlafmangel. Und nur jeder Sechste ist ein Freund des halbjährlichen Uhrumstellens.

Die Nacht zum Ostersonntag ist in diesem Jahr eine Stunde kürzer. Denn am Sonntag beginnt wieder die Sommerzeit, die Uhren werden in der Nacht also um eine Stunde vorgestellt.

Mehr als die Hälfte der Deutschen hätte es allerdings lieber, wenn es die Zeitumstellung nicht gäbe. Und immerhin zwei von fünf Deutschen klagten in der Vergangenheit schon einmal über Schlafmangel, nachdem die Uhr umgestellt wurde. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Demnach sagen drei Fünftel der Befragten (60 Prozent), die Uhren sollten vor und nach dem Sommer nicht umgestellt werden. Lediglich jeder Sechste findet es gut so, wie es ist. Auffällig: Jüngere sind häufiger Pro-Sommerzeit (25 Prozent) als der Rest, und seltener (41 Prozent) dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen.

Die Sommerzeit wurde in Deutschland vor genau 100 Jahren während des Ersten Weltkrieges eingeführt – zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg aber wieder abgeschafft. Erst seit 1980 gibt es sie hierzulande auch in Friedenszeiten. Als Vorteil gilt vor allem die längere Helligkeit am Abend, die ursprünglich auch zu einem niedrigen Energiebedarf führen sollte. Allerdings zeigte sich schon im Einführungsjahr in Deutschland, dass auch das Gegenteil der Fall sein könnte.

Psychologen und Mediziner warnen vor negativen Auswirkungen der Zeitumstellung auf den Menschen. So gaben in der YouGov-Umfrage auch 39 Prozent der Befragten an, schon einmal nach der Zeitumstellung den fehlenden Schlaf bemerkt zu haben.

Frauen sind dabei deutlich empfindlicher als Männer: 48 Prozent der weiblichen Befragten sagen, schon einmal den Schlafmangel bemerkt zu haben, während dies nur jeder dritte männliche Befragte (31 Prozent) sagt.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1398 Personen im Zeitraum vom 11. bis 15. März 2016 repräsentativ befragt.

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