Neuwahlen in NRW: CDU und SPD gleichauf

Neuwahlen in NRW: CDU und SPD gleichauf
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Bei möglichen Neuwahlen in NRW steht das Land vor einem politischen Krimi. Nach einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und  Sat 1/NRW würden jeweils 33 Prozent der Wähler im Land sich für die CDU bzw. die SPD entscheiden, wenn an diesem Sonntag gewählt würde. Die großen Parteien liegen also gleichauf. Allerdings haben die Wähler eine klare Präferenz, wenn sie sich für eine Person entscheiden müssten. 42 Prozent würden Hannelore Kraft direkt zur Ministerpräsidentin wählen – das sind exakt doppelt so viele wie Norbert Röttgen (CDU). 

Interessant ist die Konstellation auch deshalb, weil die aus Sicht der Bürger beiden drängendsten politischen Probleme des Landes - Schule/Bildung und die Arbeitslosigkeit - von den beiden großen Parteien traditionell unterschiedlich angegangen werden. Die FDP verliert weiter in der Wählergunst und liegt derzeit bei zwei Prozent – sie hätte also keine Chance, wieder in den Landtag einzuziehen. Die Grünen legen auf 17 Prozent weiter zu, auch die Piraten haben mit sieben prognostizierten Prozent der Wähler gute Chancen, erstmals im Düsseldorfer Landtag vertreten zu sein.  Zittern muss die Linke, die erst seit Mai 2010 im Landtag sitzt, aber jetzt in der Wählergunst  auf fünf Prozent gesunken ist.

Zur Untersuchung:

Für die Studie wurden von YouGov insgesamt 1.065 wahlberechtigte Bürger in NRW in dem Zeitraum vom 02.03.2012 bis zum 12.03.2012 befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 5%) und 3,1 Prozentpunkten (bei einem Anteilswert von 50%). Die Daten wurden mittels Online-Befragung erhoben. Die Ergebnisse sind politisch gewichtet und repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in NRW ab 18 Jahren.

Foto: dpa

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