Tag der Deutschen Einheit

Tag der Deutschen Einheit

Mehr als ein Viertel der Generation Y wünscht sich mehr Festivitäten zum Feiertag

Der Tag der Deutschen Einheit am 03. Oktober erinnert als Nationalfeiertag an die Wiedervereinigung Deutschlands. Die geschichtlichen Hintergründe sind fast jedem Deutschen zumindest ungefähr bekannt (92 Prozent) – 68 Prozent kennen diese sogar genau. Trotzdem wird der Tag von der Mehrheit der Deutschen (69 Prozent) nicht gefeiert. Besonders im Westen Deutschlands wird wenig gefeiert (72 Prozent im Vergleich zu 60 Prozent im Osten).

Lediglich ein Feiertag unter vielen

Die fehlende Feierlaune mag damit zusammenhängen, dass der Tag nur für zwei von fünf Deutschen (41 Prozent) eine emotionale Bedeutung hat. 57 Prozent geben sogar an, dass der Tag für sie keine Bedeutung hat. Immerhin gut die Hälfte (51 Prozent) verbindet mit dem Tag der Deutschen Einheit etwas Positives, nur jeder Zehnte (11 Prozent) etwas Negatives. Ein Drittel (30 Prozent) hat teilweise positive und teilweise negative Assoziationen.

Verglichen mit Nationalfeiertagen in anderen Ländern scheint der Tag der Deutschen Einheit für viele Deutsche so lediglich ein Feiertag unter vielen zu sein. Die meisten Bundesbürger sind damit auch völlig einverstanden und finden, dass der Tag genau richtig gefeiert (42 Prozent) wird. Jeder Fünfte findet sogar, der Tag der Deutschen Einheit weniger gefeiert werden sollte. Nur 14 Prozent wünschen sich mehr Festivitäten am 03. Oktober. Am meisten Feier-Potential findet sich bei den 18- bis 24-Jährigen, diese sind signifikant häufiger der Meinung, dass der Feiertag mehr zelebriert werden sollte (28 Prozent). Dies ist Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage.

Kein Drachensteigen und auch keine Militärparade

Als Inspiration können Feiertage in anderen Ländern dienen. So kennen 59 Prozent mindestens einen ausländischen Nationalfeiertag. Die Westdeutschen sind hier besser informiert (61 Prozent) als die Ostdeutschen (52 Prozent). Jedoch finden die meisten Traditionen, die anderswo gepflegt werden, bei den Deutschen wenig Anklang. So stoßen vor allem das Anstecken von Nationalsymbolen wie in Wales und das Drachen-steigen-lassen wie in Indien auf jeweils 64 Prozent Ablehnung. Eine Militärparade wie in Frankreich finden sogar 77 Prozent unpassend. Am ehesten würden die Deutschen sich nach dem Vorbild von Finnland von einer Festrede des Präsidenten (56 Prozent), sowie dem Hissen von Fahnen und Zugang zu sonst nicht öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten wie es in Österreich üblich ist (58 Prozent), inspirieren lassen.

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