Fast jeder hatte Sex vor der Ehe

YouGov
März 05, 2016, 1:00 vorm. GMT+0

Zwei Drittel der verheirateten Deutschen hatten Sex in ihrer Hochzeitsnacht. Wenn nicht, war häufig die Müdigkeit schuld.

Die Zeiten, in denen der eheliche Beischlaf als Verpflichtung und als einzig legitime Art des Geschlechtsverkehrs angesehen wurde, sind in Deutschland lange passé. Die Vorstellung einer liebesreichen Hochzeitsnacht ist jedoch immer noch präsent und wird von einem Großteil der frisch vermählten Deutschen auch weiterhin so zelebriert.

Dies zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage, in der nur knapp ein Drittel (32 Prozent) der befragten Verheirateten angibt, keinen Sex in ihrer Hochzeitsnacht gehabt zu haben. Der häufigste Grund für sexuelle Abstinenz war demnach Müdigkeit (57 Prozent). 14 Prozent gaben an, dass sie sich nicht danach fühlten, 11 Prozent waren zu betrunken.

Und vor der Ehe?

So wie Sex in der Hochzeitsnacht keine "Pflicht" mehr ist, ist vorehelicher Verkehr schon lange kein Tabu mehr. So geben 46 Prozent der Befragten an, mit der Person, die sie geheiratet haben, schon vor der Eheschließung Geschlechtsverkehr gehabt zu haben, 59 Prozent mit dem späteren Ehepartner. Da auf so manchen Verheirateten beides zutrifft, gingen insgesamt 88 Prozent der Befragten nicht als Jungfrau in die Ehe. Lediglich 5 Prozent hatten keinen Sex vor der Ehe, 7 Prozent können oder wollen keine Angaben machen.

In Großbritannien ist Sex in der Hochzeitsnacht übrigens weiter verbreitetet: Im Vergleich zu den Deutschen hatten mehr Briten Sex in ihrer Hochzeitsnacht (70 Prozent im Vereinten Königreich, 58 Prozent in Deutschland). Die häufigsten Gründe für Enthaltsamkeit in der Hochzeitsnacht in Großbritannien ist – wie in Deutschland – Müdigkeit (48 Prozent), gefolgt von Alkoholkonsum (21 Prozent).

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1254 Personen (darunter 469 Verheiratete) im Zeitraum vom 2. bis 5. Februar 2016 repräsentativ befragt.