Jeder Siebte wollte als Kind Polizist werden

Jeder Siebte wollte als Kind Polizist werden
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Jungen träumten oft vom Fliegen und vom Profisport, Mädchen vom Arztkittel. Und: Im Laufe der Zeit haben sich die Berufswünsche verändert. 

Was will ich eigentlich mal mit meinem Leben anfangen? Akut wird diese Frage zwar für die meisten Jugendlichen erst gegen Ende der Pubertät. Doch auch die meisten jüngeren Kinder haben einen (oder mehrere Traumberufe) - ganz egal, wie realistisch oder unrealistisch der ist. Schließlich muss ja irgendetwas in die entsprechende Zeile im Poesiealbum des besten Freundes oder der besten Freundin eingetragen werden.

Verbreitetster Kindheitstraum in Deutschland ist die Karriere als Polizist. Doch in unterschiedlichen Altersgruppen liegen andere Berufe vorne. Das ist das Ergebnis einer aktuellen YouGov-Umfrage, in der die Befragten gebeten wurden, anzugeben, was sie als Kind werden wollten. Weil sich Berufswünsche in der Kindheit durchaus ändern können, war dabei eine Mehrfachauswahl möglich.

Jeder bzw. jede siebte Befragte (14 Prozent) wollte demnach im Laufe seiner Kindheit einmal Polizist bzw. Polizistin werden. Auf den Plätzen folgen Ärzte, Ärztinnen und Pflegekräfte (12 Prozent), ein Job als Pilot bzw. Pilotin (11 Prozent), als Lehrkraft oder in der Tiermedizin (10 Prozent).

Dabei gibt es allerdings durchaus Unterschiede zwischen den Geschlechtern. So wollten Männer früher überdurchschnittlich häufig Pilot (18 Prozent), Polizist (17 Prozent) oder Profi-Sportler (15 Prozent) werden. Vom Lastwagen- und Busfahren hat immerhin jeder zehnte Mann (10 Prozent) einmal geträumt - von den Frauen lediglich 2 Prozent. Dort waren unter anderen Ärztin oder Krankenpflegerin (17 Prozent), Lehrerin (16 Prozent) oder Tierärztin (16 Prozent) besonders beliebt. Auch Schauspielerin wollten mehr Mädchen (11 Prozent) als Jungen (7 Prozent) werden.

% der Befragten, die in Ihrer Kindheit den jeweiligen Beruf als Traumberuf hatten. Bewegen Sie den Mauszeiger über einen Beruf, um die jeweiligen Werte zu sehen.

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Rest: Sonstiges/Kein Traumberuf/Weiß nicht; 2. bis 5. Februar 2016

Daneben scheint es in den vergangenen Jahrzehnten auch immer wieder Trends gegeben zu haben, was die Kinder werden wollten. So erreicht der Polizeiberuf unter anderem deshalb den Spitzenplatz, weil ein Viertel der 25- bis 34-Jährigen angibt, dass dies in der Kindheit mal der Traumberuf war. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind hingegen Karrieren im Musik- (19 Prozent) bzw. Schauspielbusiness (18 Prozent) beliebter, bei den Über-55-Jährigen zum Beispiel das Lehramt oder die Medizin (jeweils 12 Prozent). Und: Je älter die Befragten sind, desto häufiger geben sie an, als Kind nie einen Traumjob gehabt zu haben.

Politiker oder Poltiikerin wollte allerdings in keiner der Altersgruppen ein nennenswerter Anteil der Befragten werden - und nur jeder Dritte (33 Prozent) würde, wenn ihm jemand einen politischen Posten anbieten würde, dieses Angebot auch annehmen. Ähnliches gilt aber auch für den vermeintlichen Traum, als Profifußballer oder -fußballerin (26 Prozent) oder mit Popmusik (31 Prozent) Geld zu verdienen. Lediglich das Management einer großen Firma würde die Mehrheit (54 Prozent), wenn es ihr angeboten würde, übernehmen.

Auf Basis des YouGov Omnibus wurden 1254 Personen im Zeitraum vom 2. bis 5. Februar 2016 repräsentativ befragt. 

Foto: Andrew Parsons/PA Archive/Press Association Images

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