Insekten im Supermarkt - nur wenige würden zugreifen

Insekten im Supermarkt  - nur wenige würden zugreifen

Bei der zweitgrößten Supermarkt-Kette der Niederlande können Kunden von 2015 an Insekten-Snacks kaufen. Wie eine qualitative YouGov-Befragung zeigt, kommt es für die meisten Umfrageteilnehmer nicht in Frage, Insekten zu essen. Nur wenige sind neugierig und betonen, dass Insekten gesund sind und Proteine liefern. Sie würden Insekten probieren, um ihren Horizont zu erweitern, neue Eindrücke zu gewinnen und um Alternativen zu derzeitigen Lebensmitteln zu finden.

Auch kommt bei diesen Personen zusätzlich das Argument der Reduzierung von Massentierhaltung zum tragen. Am ehesten würden die Befragten eine Knabbervariante aus Insekten probieren, wie zum Beispiel Chips. Außerdem würde man eher zu Heuschrecken als zu Maden greifen.

Wie die tiefgehende Befragung zeigt, wurzelt die Abneigung der Befragten gegenüber Insekten primär in der europäischen Kultur und Sozialisation. Einen weiteren Aspekt stellt die mangelnde Notwendigkeit für den Konsum von Insekten dar.

Im Detail begründen die Befragten ihre Abneigung durch Ekel, welcher besonders auf das Aussehen zu beziehen ist – „Das Auge isst mit“. Hinzu kommt, dass sie als Krankheitsträger und Schädlinge gelten. Es wird betont, dass das Verzehren von Insekten in Asien alltäglich ist. Trotzdem graut es den meisten Teilnehmern bei der Vorstellung des Verzehrs.

Auf Basis des „YouGov OmnibusQualitative“ wurden 17 Personen (ausgehend von Mikrozenzus-Daten ausgewogene Zusammensetzung nach Alter und Geschlecht für Deutschland) am 18.11.2014 in einer online-gestützten Fokusgruppe 15 Minuten befragt.

Bild: dpa & YouGov

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