Wie die Deutschen über den „Fall Wulff“ denken

Wie die Deutschen über den „Fall Wulff“ denken
in

55 Prozent der Deutschen fühlen sich von Bundespräsident Christian Wulff derzeit nicht gut vertreten. Lediglich 28 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Wulff Deutschland gut repräsentiert. Dennoch sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel derweil keinen Anlass, sich über einen Rücktritt und mögliche Nachfolger Gedanken zu machen, so Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Trotz der Skepsis gegenüber Wulff teilen 52 Prozent der Bundesbürger die Auffassung des Bundespräsidenten, kein Präsident in einem Land sein zu wollen, in dem man sich von Freunden kein Geld leihen könne. Dem widersprechen 37 Prozent der Deutschen. Der Bundespräsident war in Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, dass er während seiner Amtszeit von dem befreundeten Ehepaar Geerkens Geld für die Anschaffung seines Privathauses geliehen hatte. Die Zinsen dafür waren unterhalb des normalen Marktwertes.

Entgegenkommend zeigen sich 57 Prozent der Bundesbürger in der Hinsicht, dass sie der Meinung sind auch Spitzenpolitiker dürfen sich von Freunden zum Urlaub einladen lassen. Für Unmut hatte gesorgt, dass das Ehepaar Wulff Urlaub in privaten Räumlichkeiten von Freunden verbracht hatte. Dies habe jedoch keinen „Bezug zu seinen öffentlichen Ämtern" gehabt, wie seine Anwaltskanzlei bekannt gab. 

(Quelle: Befragung für die dpa zum Thema "Amtsverständnis des Bundespräsidenten“/ Erhebungszeitraum: 06.01.2012 - 09.01.2012 / n= 1031 Bundesbürger ab 18 Jahren)“

Bild: dpa

Kommentare sind deaktiviert